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Bad Düben Frischzellenkur: Bad Düben verbaut eine Million Euro in den Burgberg
Region Bad Düben Frischzellenkur: Bad Düben verbaut eine Million Euro in den Burgberg
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00:17 19.10.2016
Für das Amtshaus (links) und den Burgturm (rechts) rücken demnächst die Bauarbeiter an. Quelle: Nico Fliegner
Bad Düben

Für das Bad Dübener Burggelände sind alle guten Dinge drei. In diesem Falle handelt es sich um drei Baustellen, die für das historische Gelände bis ins Jahr 2018 hinein insgesamt Investitionen in Höhe von etwa einer Million Euro bedeuten.

Arbeiten am Burgturm beginnen noch in diesem Jahr

Baustelle 1, Burgturm: Bereits seit dem Frühjahr sichert ein Gerüst aus Holz die Standsicherheit des Burgturmes. Damit es fallen und der Turm wieder öffnen kann, muss das erst Mitte der 1990er-Jahre sanierte Fachwerk an der Nord- und Westseite erneut instandgesetzt werden. „Wir veranschlagen für diese Arbeiten rund 150 000 Euro“, so Markus Krisch vom Bau- und Bürgeramt der Stadt. Die Stadt kann dabei auf Mittel aus dem Programm Attraktive Stadt- und Ortsteilzentren, bei dem Bund, Land und Stadt je ein Drittel der förderfähigen Kosten tragen, zurückgreifen. Markus Krisch: „In Kürze gehen dafür die Ausschreibungen raus.“ Ziel sei es, die Arbeiten noch in diesem Jahr zu beginnen. Spielt der Winter halbwegs mit, könnte dieses Bauvorhaben bereits Ende Februar 2017 beendet sein.

Museum erhält einen Fahrstuhl

Baustelle 2, Amtshaus (Museum): Diese Bauarbeiten schließen sich zeitlich nahtlos an. Im März, so Markus Krisch, wird das Museum geschlossen und geräumt. Ab April kann dann das Gebäude stabilisiert werden. „Konkret wird mit einem Niederdruckverfahren Material in den Gründungsbereich des Hauses reingepresst, sodass die Hohlräume verschlossen werden und somit eine Verfestigung des Baugrundes eintritt.“ Wenn das Haus dann erst mal wieder sicher steht, geht es im Juni im Inneren weiter. Die Geschossdecken werden geöffnet, die einzelnen Decken zusätzlich mit Hilfe von Stahlstäben mit den Außenwänden verspannt. Der Fachmann spricht hier von einem Zuganker.

Da von den Arbeiten an den Außenwänden und den Geschossdecken zwangsläufig auch einige Innenwände betroffen sind, müssen anschließend bis Januar 2018 umfangreiche Maler- und Putzarbeiten folgen, der Fußboden wieder eingebaut werden. Da die Stadt nachweisen konnte, dass das Hochwasser im Juni 2013 für den Schaden ursächlich war, kann sie für die zuvor genannten Arbeiten auf Hochwassermittel zurückgreifen. Insgesamt stehen ihr 720 000 Euro zur Verfügung.

Nicht im Hochwasseretat enthalten, ist dagegen der Fahrstuhl, den die Stadt gleich mit einbauen lassen möchte und der zwischen Erd- und Obergeschoss fahren soll. Damit kämen die Rollstuhlfahrer, die bisher über die Rampe maximal das Erdgeschoss erreichen, dann erstmals auch ins Obergeschoss. Die Kosten dafür stehen noch nicht fest, finanzieren möchte die Stadt den Fahrstuhl aber wie den Burgturm mit Hilfe einer Zwei-Drittel-Förderung von Bund und Land.

Mulde wird besser ausgesperrt

Baustelle 3, Burgbergstabilisierung: Dafür wird voraussichtlich zwischen Juli und November 2017 am Fuße des Berges eine sogenannte Gabionen-Stützwand errichtet. Die mit Steinen befüllten Drahtgitterkörbe sollen verhindern, dass die übertretende Mulde den Burgberg weiter ausspült. Zusätzlich soll der Bereich mit Gehölzen wieder bepflanzt werden, die die Ansicht nicht beeinträchtigen, deren Wurzeln aber den Burghang verfestigen. Dafür stehen 100 000 Euro an Hochwassergeldern zur Verfügung.

Von Ilka Fischer

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