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Bad Düben Frost setzt Bad Dübens Großbaustellen zu
Region Bad Düben Frost setzt Bad Dübens Großbaustellen zu
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00:28 01.03.2018
An der Burg ruhen wegen des Frostes derzeit die Arbeiten. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Temperaturen weit unter null Grad machen in diesen Tagen Bad Dübens großen Bauprojekten zu schaffen. Denn nicht alle Arbeiten lassen sich bei Minusgraden und gefrorenem Boden umsetzen. Ernsthaft gefährdet ist aber derzeit keines der Vorhaben.

Arbeiten ruhen

Obermühle: Unabhängig von der Kälte laufen die Dachdecker-Arbeiten derzeit weiter. Auch die Rohrbauer haben in puncto Entwässerung am fast fertigen Rohbau vorarbeiten können. „Das Ausmauern der Gefache innen wie außen, das eigentlich parallel laufen sollte, geht derzeit nicht“, sagt Markus Krisch vom Bauamt der Stadt. Auch die nächsten geplanten Arbeiten sind temperaturabhängig. Zunächst sollen die Fenster eingesetzt werden, dann folgen die Installation von Heizung, Sanitär und Elektrik sowie Estrich- und Putzarbeiten und die Einrichtung der Schauwerkstätten. Dann sollen auch 4000 alte Ziegelsteine für das Fachwerk im Obergeschoss eingemauert werden, die von der Mühle Voigt in Hohenprießnitz stammen. Seit Herbst 2016 läuft die rund 1,7 Millionen Euro teure Sanierung/Neubau der Ölmühle an der Obermühle, hier sollen Schauwerkstätten für historisches Handwerk und eine Wohnung entstehen. Bis zum Frühsommer soll alles fertig sein.

Burgberg: Die Probeinjektionen sind abgeschlossen. Aufgrund der Witterung müssen die eigentlichen Injektionen, die dem Hang mehr Stabilität verleihen sollen, allerdings warten. „Das Material, das verfüllt wird, würde schon vorher gefrieren, bevor es an den Stellen ist, wo es hin soll“, so Krisch. Noch liegen die Arbeiten im Plan. Die nächste größere Maßnahme betrifft dann die ebenfalls per Injektionen geplanten Stabilisierungsmaßnahmen innerhalb des Gebäudes. Der Start ist für März/April avisiert. Parallel dazu läuft die Neu-Konzeption der Dauerausstellung im Museum.

Freibad-Abriss läuft weiter

Heidebad: Trotz des Frostes können die Abrissarbeiten im Heidebad weitergehen. Die Wasseraufbereitungsauflage wurde als erstes zurückgebaut. Um den eigentlichen scharfen Start nicht zu gefährden, hatte die Stadt darauf gedrängt, dass der Abriss nicht mehr benötigter Gebäude-Bereiche so realisiert wird, dass er bis Mitte/Ende März abgeschlossen ist und dann unverzüglich der Umbau zum NaturSportBad starten kann. Den 1,5 Millionen teuren Auftrag für das neue Herzstück der Anlage, das Freibadbecken mit biologischer Wasseraufbereitung und Wasserkreislauf, hat der Stadtrat im Februar an die Kölner Firma ekoplan vergeben. Gesamtkosten des Projekts: 2,5 Millionen Euro.

Noch in diesem Jahr soll die Oberschule an der Nordseite einen Fahrstuhl erhalten. Damit soll künftig der barrierefreie Zugang zu den Unterrichtsräumen auch für Schüler mit körperlichen Einschränkungen möglich sein. Derzeit sind die oberen Bereiche nur über das Treppenhaus erreichbar. Entstehen wird zudem ein behindertengerechtes WC. Aufzugsschacht und der Bereich der Toilette werden in einer massiven Stahlbetonkonstruktion mit einer wärmegedämmten Hülle hergestellt. Die Planungen dafür laufen so, dass möglichst ein Großteil der Arbeiten in der Sommerferien realisiert werden kann. So müssen Wände an der Fassade durchbrochen, Trocknungszeiten für Beton und Estrich berücksichtigt werden, ist der Treppenaufgang an der Ostseite für einige zeit nicht nutzbar. Umgesetzt werden soll das rund 300 000 Euro teure Projekt bis Ende des Jahres. Bei der Finanzierung kann Bad Düben auf 75 Prozent Fördermittel aus dem Investkraft-Programm setzen, der Rest kommt aus dem städtischen Etat.

Nichts geht mehr bei den Temperaturen in diesen Tagen beim Abwasserbau in der Kohlhaasstraße. „Bei Bodenfrost ist kein fachgerechter Einbau möglich“, so der technische Leiter des Zweckverbandes Abwassergruppe Dübener Heide, Thomas Bauer. Dort werden bis Ende Mai neue Leitungen für Misch- und Trinkwasser verlegt. Kostenumfang: rund 250 000 Euro.

Von Kathrin Kabelitz

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