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Bad Düben Funpark-Projekt in Bad Düben: Suche nach Investoren läuft
Region Bad Düben Funpark-Projekt in Bad Düben: Suche nach Investoren läuft
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08:06 12.10.2018
Ein erster Entwurf vom Leistungszentrum für Funsportarten, geplant in der ehemaligen Heidekaserne in Bad Düben. Quelle: Alaunwerk GbR
Bad Düben

Zweieinhalb Jahre ist es her, seit Vertreter der Alaunwerk GbR im Saal der ehemaligen Heidekaserne im Bad Dübener Ortsteil Alaunwerk ihre ambitionierten Pläne vorstellten, auf dem Gelände in der Dübener Heide ein Funsport-Trainings- und Leistungszentrum zu errichten, das bis zum Olympiastützpunkt ausgebaut werden könnte. Die Eigentümer-GbR um Detlev Kutscher, Gerald Klemm und Manfred Ballüer präsentierte dem Stadtrat und rund 100 Besuchern gemeinsam mit Architekt Carlo Becker Ergebnisse einer vorab erstellten Machbarkeitsstudie.

Darum geht es

Was sie als Skizzen und Pläne an die Wand beamten, ist Vision pur für die Kurstadt. Rund 33 000 Quadratmeter Außenbereich, 16 000 Quadratmeter Trainingshallen, 17 000 Quadratmeter Unterkünfte umfasst das Areal – entstehen soll hier ein Bundesleistungszentrum für Funsportarten wie BMX, Skateboard, Inliner, E-Crosser, Mountain Bike, Freestyle. Gebaut würden demnach Skatepark, Sprunganlage, Waschbrettpiste oder Gebäudewand. In den Indoor-Hallen sind Anlagen für Free MX, Skateboard, BMX und Slacklining vorgesehen. Weltweit gibt es bisher vier Funsport-Trainings- und Leistungszentren – drei in den USA und eines in Japan. Europaweit wäre das Bad Dübener Projekt das erste, weltweit dann eines der größten. Geschätzte Kosten: 15 bis 20 Millionen Euro.

Schwierige Suche nach Investoren

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Aus der ehemaligen Heidekaserne in Bad Düben soll ein Funsport-Trainings- und Leistungszentrum werden. Es wäre europaweit das erste Vorhaben dieser Art. Doch die Pläne laufend „zäh“, wie der Eigentümer sagt.

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Aus der Kalten kamen die Pläne damals keineswegs. Gemeinsam mit der Stadt Bad Düben strengten die Braunschweiger eine Machbarkeitsstudie an, die wegen des fehlenden Fördermittel-Zuteilungs-Bescheides allerdings erst mit rund einem Jahr Verzögerung in Auftrag gegeben werden konnte. Das Ergebnis aber hieß: Das Projekt ist an dieser Stelle in der Dübener Heide durchaus umsetzbar. Und so wurden weitere Planungen in Gang gesetzt. Erste Aussagen, es könnte 2017/18 starten, aber waren dann doch zu weit gegriffen. Denn Anzeichen, dass es bald losgehen könnte, sind weiter Fehlanzeige. Die Suche nach Investoren läuft, lautet immer wieder die Antwort von Detlev Kutscher, stets mit dem Hinweis verbunden, dass eine Investition in dieser Größenordnung ihre Zeit braucht. Kutscher glaubt dennoch zu 100 Prozent weiter an das Konzept, sagt mit einem Wort aber auch klar, wie es vorangeht: „Zäh.“ Für private Investoren sei solch ein Projekt zu groß, für institutionelle Kapitalinvestoren zu klein. In Investorenrunden sei das Ganze aber positiv aufgenommen worden.

Bürgermeisterin kann sich Funpark vorstellen

Mit der Stadt ist die GbR in Kontakt. Erst unlängst gab es ein Gespräch von Detlev Kutscher mit Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), die ebenso weiter an die Vision Funkpark glaubt: „Für mich ist dieses Projekt in Bad Düben vorstellbar.“ Allerdings nur unter der Prämisse, „dass die Idee und das Gelände an einen Großinvestor verkauft werden. Die Frage ist, glaubt jemand an solch ein Geschäftsmodell, vor allem hier in Bad Düben?“ Sie glaube allerdings nicht daran, dass die GbR das Vorhaben selbst umsetzen könne, dazu sei es zu groß. Das stehe auch nicht zur Debatte, sagt Kutscher. „Andere haben das Projekt und kein Objekt, wir haben das Objekt und dazu das Konzept selbst entwickelt. Betreiben könnten wir es aber nicht.“ Für den Investor sei von Vorteil, dass Vorentwicklung und -investitionen bereits vorliegen. Das habe richtig Geld gekostet.

Eigentümer setzen Deadline

Trotz aller positiver Entschlossenheit: Ins Unermessliche soll das Ganze nicht getrieben werden. Man habe sich Deadlines gesetzt, die bis Ende 2018 und Ende 2019 reichen. Wenn dann keine Investoren gefunden wurden, so Kutscher, dürfte das Ganze auch nicht realisierbar sein. Alternativen für die einstigen NVA-Hallen, die derzeit von Vereinen, Schaustellern oder Firmen genutzt werden, gäbe es gedanklich schon, benannt werden sollten sie zu diesem Zeitpunkt aber nicht.

Von Kathrin Kabelitz

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