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Bad Düben Funsportpark Bad Düben: Erste Gespräche mit Investoren laufen
Region Bad Düben Funsportpark Bad Düben: Erste Gespräche mit Investoren laufen
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06:00 09.10.2017
So sahen die Planungen der Alaunwerk GbR im April 2016 aus. Quelle: Alaunwerk GbR
Bad Düben

Die Nachricht klingt erstmal gut, ein Durchbruch ist es aber noch nicht: Die Alaunwerk GbR führt derzeit Gespräche mit zwei potenziellen Investoren, die Interesse für das millionenschwere Funsportpark-Projekt im Alaunwerk signalisiert haben. Dies sagte jetzt Detlev Kutscher von der Eigentümer GbR, weitere Angaben zu den Inhalten der seit rund drei Monaten intern laufenden Runden, die den Charakter von Vorgesprächen hätten, machte er aber nicht. Kutscher geht zudem davon, dass mit Entscheidungen frühestens in einem Jahr zu rechnen sei. Allein das Konzept zu präsentieren, reiche nicht aus, auch die Investoren müssten einige Prüfkriterien durchlaufen, ehe eine Finanzierung bestätigt werde. Dies sei angesichts der geschätzten Kosten von 20 bis 25 Millionen Euro und seiner Ausmaße ein Prozess, der seine Zeit brauche. Eine Einschätzung, wie er den Verlauf der Verhandlungen derzeit einschätze, will Detlef Kutscher nicht treffen: „Das wäre unseriös.“

Trainings- und Leistungszentrum soll entstehen

Und darum geht es: Auf dem Gelände der ehemaligen Heidekaserne im Bad Dübener Ortsteil Alaunwerk soll ein Funsport-Trainings- und Leistungszentrum entstehen. Den Vorstellungen der Initiatoren zufolge könnte es gar zum Olympiastützpunkt weiterentwickelt werden. Das Projekt umfasst rund 33 000 Quadratmeter Außenbereich, 16 000 Quadratmeter Trainingshallen und 17 000 Quadratmeter Unterkünfte. Entstehen soll ein Bundesleistungszentrum für Funsportarten wie BMX, Skateboard, Inliner, E-Crosser, Mountain Bike, Freestyle. Geplant sind unter anderem ein Skatepark, eine Sprunganlage, eine Waschbrettpiste oder eine Gebäudewand. Geplant sind zudem eine medizinische Abteilung/Arztpraxis, Werkstätten, Leistungsdiagnostik, Entwicklungslabore für neue Sportarten und -geräte, TV- und Videostudios.

Pläne wurden 2016 vorgestellt

Im April 2016 hatte die Eigentümer-GbR um Detlev Kutscher, Gerald Klemm und Manfred Ballüer gemeinsam mit dem Architekten Carlo Becker Pläne im Saal der ehemaligen Heide-Kaserne die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor dem Stadtrat und rund 100 Besuchern vorgestellt. Würde das Projekt in Bad Düben tatsächlich umgesetzt, könnte die Kurstadt mit einem gehörigen Pfund wuchern. Zum einen gibt es Projekte dieser Art weltweit bisher nur vier – drei in den USA, eines in Japan. Europaweit wäre es das erste und den Planungen zufolge wohl auch das größte. Zum anderen, so die Initiatoren, wäre es für Stadt ein großer Gewinn – für die Einwohner mit Chance auf neue Beschäftigung, Tourismus und Handel mit Umsätzen, die Stadt mit Einnahmen und einem verjüngten Image, Inhaber und Investoren mit attraktiver Umnutzung und Wertschöpfung für ein brach liegendes Industrie-Gelände.

Von Kathrin Kabelitz

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