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Bad Düben Fußballfans lösen die meisten Einsätze aus
Region Bad Düben Fußballfans lösen die meisten Einsätze aus
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17:00 28.01.2010
Blick auf das 19 Hektar große Areal der Bundespolizei in Bad Düben Quelle: privat .
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Bad Düben

Das Bild, bei dem Polizisten Fanzüge links und rechts der Straße begleiten, ist mittlerweile allgegenwärtig.

Allein die Kräfte der Bundespolizeiabteilung in Bad Düben leisteten im vorigen Jahr 92369 Einsatzstunden, um Spiele vor gewaltbereiten Fans abzusichern. In der Jahresstatistik der Dübener Abteilung, die Polizeidirektor Jürgen Kollenrott gestern präsentierte, stehen diese Einsätze mittlerweile auf Platz eins und schlagen summa summarum mit 3,7 Millionen Euro zu Buche. „Die Fußballeinsätze gehören zu unseren Einsatzschwerpunkten des vergangenen Jahres“,  erklärte Kollenrott. Danach folgten über 70000 Stunden, bei denen die Bundespolizisten für andere Abteilungen unterwegs waren, weitere 69000 Stunden für sogenannte Sonderlagen. Die Absicherung von Demos machten knapp 53000 Stunden aus, die Schwerpunktkriminalität (unter anderem Taschendiebstähle) etwa 37000 Stunden.

Laut Kollenrott hat die Abteilung 2009 über 586 Straftaten festgestellt und entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Das sind 157 mehr als im Jahr 2008. Über 1088 Ordnungswidrigkeiten wie Missachtung des Nichtraucherschutzes auf Bahnhöfen oder das Überqueren von Bahngleisen wurden ausgesprochen, die 16585 Euro in die Staatskasse spülten. Des Weiteren haben die Beamten über 10000 Platzverweise ausgeprochen, 7298 Durchsuchungen vollzogen, bei 3934 Leuten die Identität festgestellt, 85 Beschlagnahmungen und

81 Festnahmen vorgenommen.

Kollenrott zeigte sich mit dem Verlauf des „ereignisreichen Jahres“ zufrieden. „Über mangelnde Auftragsbücher können wir uns nicht beklagen“, sagte er. Die Zukunft des Bad Dübener Standortes sehe er deshalb „positiv“, zumal Bad Düben mittendrin im Länderdreieck Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liege und die Schwerpunktaufgaben insbesondere dieses Gebiet tangierten. „Wir sind gut aufgestellt. Und ich bin stolz und froh über die Qualifikation unserer Mitarbeiter“, so Kollenrott weiter. Denn gerade für andere Abteilungen und in anderen Bereichen würden sie „eine hervorragende Arbeit“ leisten – sei es beim Jahreswechsel in Berlin, der Sicherheitskonferenz in München, hochrangige Staatsbesuche oder Einsätze aufgrund einer Terrorbedrohung.

Mehr dazu lesen Sie in der LVZ Delitzsch-Eilenburg am Freitag, 29. Januar.

Nico Fliegner

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