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Bad Düben Gartenwettbewerb: Schollenbesitzer zeigen sich von ihrer besten Seite
Region Bad Düben Gartenwettbewerb: Schollenbesitzer zeigen sich von ihrer besten Seite
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21:00 18.06.2010
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. Davon konnte sich auch die Jury des Kreiswettbewerbs rund um die schönsten Gärten zwischen Torgau, Delitzsch und Oschatz ein Bild machen, die die Anlage besuchte.

Einer der sieben Juroren ist Joachim Beau aus Schnaditz. Er kennt die Anlage am Heidegrund, ganz im Norden der Kurstadt am Schleifbach gelegen, gut. Die Präsentation der Kleingärtner um den Vereinsvorsitzenden Gerd Blankmann lobt er. „Hervorhebenswert ist die Gemeinschaftlichkeit", sagt Beau. Denn zwischen den Parzellen existieren keine Zäune. Die Anlage ist offen gestaltet. Zudem gibt es mit Margot und Herbert Hellmich ein Ehepaar, das als Gartenfachberater tätig ist. Ihr Kleinod ist beispielgebend für andere. Gern zeigen sie Gartenfreunden, was sie geschaffen haben. Abgucken und nachmachen ist ausdrücklich erwünscht.

Die Jury zeigte sich durchaus angetan von den Heidegrund-Freunden, die seit nunmehr 30 Jahren Obst und Gemüse anbauen – und das auf einer ehemaligen Mülldeponie, die im Volksmund als Sandkeide bezeichnet wird. „Das Miteinander wird bei uns sehr groß geschrieben", ergänzt Schollen-Besitzerin Margitta Gajowski-Bomsdorf. „Da sind einerseits Arbeitseinsätze zur Instandhaltung und Verschönerung der Gemeinschaftsanlagen, die jährlichen Gartenfeste, Weihnachts- und Neujahrsfeiern und andererseits gibt es einen ‚Timur-Trupp‘, der bei größeren Aktionen hilft", erklärt sie. Zudem steht keine einzige Parzelle leer. Erst neulich habe es drei Wechsel gegeben und drei junge Familien gehören von nun an zur Gemeinschaft der Leute vom Heidegrund. „Wir haben 44 Mitglieder, das Durchschnittslater liegt bei 55 Jahren. Vor zwei Jahren lag es noch bei 60", so Gajowski-Bomsdorf weiter.

In Eigeninitiative sei in den vergangenen Jahren die Tanzfläche an der Festwiese erweitert und das undichte Dach des Geräte- und Pumpenhauses sowie ein zusätzlicher Freisitz überdacht worden. Froh sind die Schollenbesitzer, dass sie vom Wasserwerk nebenan keinen Anschluss bekommen haben. Bereits 1984 wurde mit Unterstützung der Stadt ein 40 Meter tiefer Brunnen errichtet, mit dem sie die Wasserversorgung und die des Nachbarvereins „Heideblick" gewährleisten, ohne auf die Wasseruhr schauen zu müssen. Die Wartung und Pflege der Pumpenanlage übernimmt Gartenfreund Heinz Kottwitz.

Die Jury hat jetzt die Qual der Wahl. Insgesamt 13 Vereine beteiligen sich am Wettstreit des Landkreises. Montag und Dienstag werden Anlagen in Torgau und Oschatz besucht.

Nico Fliegner

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