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Bad Düben Gebäude stürzt ein - Retter simulieren Ernstfall
Region Bad Düben Gebäude stürzt ein - Retter simulieren Ernstfall
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22:25 21.10.2012
In der Dübener Muldeaue führte das Deutsche Rote Kreuz am Wochenende ein großangelegte Übung durch. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder zu einer praxisnahen Übung. "Das ist notwendig, um das Zusammenspiel zu trainieren und die Einsatzbereitschaft zu überprüfen, zu dokumentieren und zu trainieren. Wir haben im Landkreis Nordsachsen mit Torgau/Oschatz, Delitzsch und Taucha/Eilenburg drei Einsatzzüge, die im Ernstfall ausrücken. Jeder Zug hat zudem eine Sanitätsgruppe, eine Führungsgruppe, die Transport- und Verpflegungsgruppe", erklärte Fred Hannemann, Kreisbereitschaftsleiter des DRK Eilenburg. Das angenomme Szenario stellte sich wie folgt dar: Bei einer Bad Dübener Firma stürzte nach Schichtwechsel ein Gebäude in Richtung der Bushaltestelle ein, wo die Arbeiter gerade auf den Bus nach Hause warteten.

Bad Düben. Die aufgehende Sonne kämpfte sich gerade den Horizont empor und tauchte die noch feuchte Muldeaue in gespenstische Atmosphäre. Genau das richtige Wetter für eine Szenario, das der Katatstrophenschutz-Einsatzzug Taucha/Eilenburg, Betreuungsgruppe und Wasserwacht des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Eilenburg am Wochenende für seine großangelegte Rettungsübung benötigte.

Durch die Katastrophe flüchteten zahlreiche geschockte und verletzte Menschen entlang der Mulde in Richtung Rotes Ufer. "Der Auftrag lautete, die Betreuungsgruppe soll ein Helfer-Stützpunkt hinter dem Alaunwerk an der Mulde einrichten. Hier sollen die von der Bushaltestelle weggelaufenen Menschen sowie Mitarbeiter der Firma Schutz suchen, versorgt und registriert werden. Das selbe Vorgehen, würde auch bei Großschadensereignissen wie Flugzeugabstürzen, Bahnunfällen, Hochwasser- und Sturmereignissen so sein.

Gerade die jüngste Vergangenheit zeigte mehrere Chemieunfälle in Deutschland mit großangelegten Evakuierungsmaßnahmen. Auch in Eilenburg haben wir zwei Chemiefirmen. Also müssen wir solche Einsätze regelmäßig trainieren, um für Notfälle vorbereitet zu sein", so Hannemann weiter. Uns so begann für die 30 Mitglieder des Einsatzzuges der Tag bereits kurz nach Sonnenaufgang am Muldeufer im Alaunwerk mit dem Aufbauen der Zelte und der Einrichtung des Kreismeldebüros. Binnen weniger Minuten hatten die erprobten DRK-Mitarbeiter das weiße Zelt am Muldeufer aufgeschlagen und eingerichtet. Darin sollen später die Personen auf Meldescheinen registriert und betreut werden, ehe sie zu zentralen Sammelpunkten wie Schulen oder Turnhallen abtransportiert werden. Ebenso müssen sich hier alle am Einsatz beteiligten Retter notieren lassen, damit nach dem Einsatz überprüft werden kann, ob sich noch Personen im entsprechenden Gebiet aufhalten. "Über eine zentrale Notrufnummer, können später Angehörige direkt mit dem Kreismeldebüro in Kontakt treten und erfragen, ob sich ihre Angehörigen bereits dort gemeldet oder registriert haben", erklärte Hannemann. Plötzlich tauchten am gegenüberliegenden Muldeufer mehrere Personen auf, die um Hilfe riefen. Per Schlauchboot der Wasserwacht wurden diese Menschen vom anderen Ufer abgeholt und ins Kreismeldebüro überstellt.

Hier nahmen DRK-Mitarbeiter die persönlichen Angaben von jedem im Einsatztagebuch auf, ehe sie entweder von Seelsorgern oder medizinischem Personal weiter versorgt wurden. Nach zwei Stunden konnte Hannemann das Szenario auflösen. "Alles hat wunderbar funktioniert, so wie es im Ernstfall auch sein sollte. Schwierig war die Rettung der Personen vom anderen Muldeufer, weil die Strömung und die Sandbänke im Wasser zusätzliche Probleme aufwarfen. Doch alles wurde letztlich gelöst", freute sich Hannemann über das Gelingen der Übung.

Steffen Brost

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