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Bad Düben Gefeiert auf Kosten der Steuerzahler? Kossaer Landfrauen kämpfen gegen böses Gerücht an
Region Bad Düben Gefeiert auf Kosten der Steuerzahler? Kossaer Landfrauen kämpfen gegen böses Gerücht an
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06:00 15.11.2012
Die Vorstandsmitglieder des Kossaer Landfrauenvereins. Quelle: Nico Fliegner
Kossa

Der Vorstand ist empört und geht jetzt in die Offensive.

Ein Landfrauen-Leben könnte so unbeschwert sein: gemeinsame Bastelabende, Vorträge, Fahrten zu Sehenswürdigkeiten und der jährliche Höhepunkt – das Oktoberfest im Dorf. Frieden, Freude und Glücksseligkeit im beschaulichen Heidedorf, gebe es da nicht dieses „dumme Geschwätz", wie es die Landfrauen-Vorsitzende Andrea Göpel auf den Punkt bringt.

Zwar ist das Oktoberfest längst Geschichte, ging mit einer Märchenwanderung für die Kinder und mehr als 200 Besuchern, die Zeugen einer Wiesengaudi wurden, über die Bühne. Jetzt aber das: Ein Mann aus dem Dorf soll „aus welchen Gründen auch immer, wir können das nicht nachvollziehen", so Andrea Göpel, vehement behaupten, die Landfrauen hätten 1000 Euro von der Gemeinde erhalten – Steuergelder also für Brot und Spiele. Dabei handelt es sich um ein Mitglied einer losen Traktorvereinigung, die ebenfalls das Oktoberfest mit einem Programmpunkt bereicherte.

Andrea Göpel und ihre vier Mitstreiterinnen im Vorstand weisen die Behauptungen mit aller Entschiedenheit zurück. „Es gibt kein Geld mehr von der Gemeinde", sagt Erika Penndorf. Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) bestätigte das auf LVZ-Anfrage. „Das Oktoberfest in Kossa ist mittlerweile so gefestigt, dass es keinerlei finanzieller Unterstützung unsererseits mehr bedarf. Wir als Gemeinde stellen lediglich die Räume zur Verfügung" – sprich das neue Bürger-Service-Zentrum. „Ich kann die Aktivitäten der Landfrauen nur begrüßen", so Schneider. Und dazu gehört eben auch, dass sie sich seit Jahren selbst um Sponsoren kümmern – und diese auch stets finden, um diverse Veranstaltungen wie das Oktoberfest finanzieren zu können.

„Ohne unsere Sponsoren wäre so ein Fest gar nicht möglich", erzählt Erika Penndorf. Im Schnitt seien es über 25 kleine Betriebe, die den Landfrauenverein, den es seit 2004 gibt, mit Geld unterstützen – und auch in Zukunft unterstützen sollen, hoffen die Damen jedenfalls. Denn sie befürchten nunmehr, dass durch das Gerücht ihre Geldgeber abspringen. „Wir können nur beten, dass uns alle erhalten bleiben", sagt Andrea Göpel und möchte ein Dankeschön an die Sponsoren und ihre Vereinsmitstreiter für die Arbeit loswerden. Denn mit Geld allein würde es auch keine Veranstaltungen geben. Am Ende sind es die Frauen, die kräftig mit anpacken und zum Gelingen beitragen.

Nico Fliegner

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