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Bad Düben Generationengespräche auf dem Land
Region Bad Düben Generationengespräche auf dem Land
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14:14 19.05.2015
Mit moderner Computertechnik bereiten die Jugendlichen die Beiträge auf. Quelle: Privat

Das erste Mal waren die Schüler am Wochenende beim Sommerfest in Hohenprießnitz im Einsatz, kamen unter anderem mit Bürgermeisterin Roswitha Berkes (parteilos) ins Gespräch. Als weitere Plattform wollen sie demnächst die 700-Jahr-Feier in Doberschütz nutzen sowie durch Dörfer wie Laußig ziehen, um mit den Einwohnern ins Gespräch über alte, vielleicht schon längst vergessene Zeiten zu kommen. Zumindest über jene Begebenheiten, über die junge Leute heute kaum noch etwas wissen. Im Kern gehe es um die Geschichte der eigenen Heimatregion, erzählt Lucas Meyer von der Mobilen Jugendarbeit in Laußig. Wie sah es in meiner Region mal aus? Was hat die Menschen beschäftigt? Wie war die Lebens- und Arbeitssituation?

Das Projekt läuft unter dem Dach des Vereins Zukunftswerkstatt Dübener Heide und des Dübener-Heide-Rundfunks. Die Jugendlichen sind dabei mit Tonband und Mikrofon ausgerüstet, befragen Menschen, wie sich beispielsweise die Jugendkultur in den vergangenen Jahren verändert hat. "Das Projekt ist vielfältig, führt eigentlich quer durch alle Zeitepochen. Bei uns geht es aber in erster Linie um das Leben in den Dörfern und was früher für die Jugendlichen geboten wurde", so der 25-Jährige, der das Projekt leitet. So habe es in der ehemaligen DDR beispielsweise Tanzsäle gegeben, die eine zentrale Bedeutung in den Gemeinden hatten. Junge Leute haben sich seinerzeit beim Tanz kennengelernt und später sind daraus Liebespaare und ganze Ehen hervorgegangen. Heute gibt es die berühmten Tanzsäle nicht mehr, dafür Jugendclubs. Die Jugendlichen wollen herausfinden, warum das so ist, was heute anders ist und was dazu führte. Generationen sollen miteinander ins Gespräch kommen, sich zwanglos austauschen. Meyer kommt es dabei auf Qualität, nicht Quantität an.

Technische Unterstützung erfährt die Projektgruppe von den Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanälen in Torgau. Die stellen Laptops, Software und Schnitttechnik für die Aufnahmen zur Verfügung. Im Ländlichen Bürgerzentrum in Laußig haben die Jugendlichen ihr Domizil. Dort werden die Interviews aufbereitet und ins Internet gestellt. Einige der Pfiffikusse kennen sich auch mit Fotografie und Videotechnik aus und bereichern somit das Projekt.

"Die Bewohner, auf die wir bis jetzt gestoßen sind, fanden das alle sehr spannend", erzählt Lucas Meyer. Sie hätten sich offenherzig gezeigt und machten bereitwillig beim Projekt mit. Das hofft der Projektleiter auch, wenn demnächst weitere Bürger um Geschichten über die Geschichte um Auskunft gebeten werden.

Im November werden dann alle 24 Projektgruppen in Sachsen ihre Ergebnisse präsentieren. Und auch vor Ort, hier in der Region, werden sie bekannt gemacht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.08.2014
Von Nico Fliegner

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