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Bad Düben Germania im Bad Dübener Kurpark schwebt zur Reparatur
Region Bad Düben Germania im Bad Dübener Kurpark schwebt zur Reparatur
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06:00 02.09.2016
Und weg ist sie: Die Germania schwebt von ihrem Sockel im Bad Dübener Kurpark auf den Transporter und soll in den nächsten zwei Monaten repariert werden. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Die Germania im Kurpark hat ihre Kur angetreten. Dieser Tage wurde das Denkmal demontiert und trat seine Reise in die Metallrestaurationsfirma von Frank Hempel und Uwe Ostmann nach Wilsdruff bei Dresden an. Dort wird es in den nächsten zwei Monaten mit einem innenliegenden Korsett beziehungsweise Gerüst versehen. Damit können zudem die durch den Zahn der Zeit bedingten kleineren Brüche am Zinkguss der rund 120 Jahre alten Dame beseitigt werden. Außerdem wird das kleine Schild mit Schwert wieder an seiner alter Stelle platziert.

Firma aus Pouch erneuert Sockel

Neben dem Denkmal wird sich Steinmetz Hagen Penk aus Pouch um den Sockel und das Fundament der Germania kümmern. Denn am Sockel besteht das Problem, dass die Granitstufen ein Gefälle zum Denkmal hin haben. Das Wasser läuft damit zum Sockel hin und dringt in den Stein ein. „Außerdem gelangten durch die Figur selbst, da diese aus Zink besteht, immer wieder Salze ins Mauerwerk des Sockels. Wir werden den Sockel komplett neu machen und den Unterbau kontrollieren sowie schlechte Stellen ausbessern“, sagte Steinmetz Hagen Penk.

Die Gesamtkosten für die Restauration belaufen sich auf insgesamt 32 000 Euro. Vom Denkmalschutz fließen etwa 12 000 Euro in die städtischen Kassen zurück. Zuletzt sorgte die kostenintensive Sanierung des Denkmals im Stadtrat für kontroverse Diskussionen. Letztlich entschied die Mehrheit der Stadträte, dass die Germania repariert wird.

Bürger stifteten einst Denkmal

Das Denkmal wurde von ehemaligen Bürgern der Stadt aus Liebe zu ihrer Heimat anlässlich des 50-jährigen Parkjubiläums am 12. Juli 1896 gestiftet. Die Germania wurde zuletzt 2005 aufwendig saniert und anlässlich eines Lichterfestes im Kurpark enthüllt.

Von Steffen Brost

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