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Bad Düben Geschäftesterben in Bad Düben geht weiter
Region Bad Düben Geschäftesterben in Bad Düben geht weiter
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00:34 09.04.2018
Jeannette Petrzak von „Die Nummer 5“ in der Altstädter Straße schließt ihr Modegeschäft Mitte Juni. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Mit dem Modegeschäft „Die Nummer 5“ und dem Kreativladen kommen zwei weitere dazu. Und auch andere Inhaber haben angekündigt, aufzuhören. So will Ende des Jahres Ingo Prophet in seinem Sport- und Laufladen den Ausverkauf beginnen. „Ich bin jetzt im Rentenalter. Da ist es irgendwann so weit, kürzer zu treten. Ich mache noch so lange 2019 weiter, bis die Ware raus ist“, kündigt er an.

Das Fotogeschäft am Markt ist seit März geschlossen. Quelle: Steffen Brost

Jeannette Petrzak betreibt seit sieben Jahren ihr Modegeschäft in der Stadt. Erst in der Lutherstraße das „Backstage“ und seit Januar 2017 „Die Nummer 5“ in der Altstädter Straße. „Ich schließe am 21. Juni. Obwohl das Geschäft für einen selbst so viel abwirft, dass man einigermaßen davon leben kann, habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen. Ich verkümmere hier geistig. Ich brauche Menschen um mich herum. Deswegen suche ich mir eine neue Herausforderung“, sagt Petrzak.

Der Kreativladen in der Altstädter Straße macht dich. Quelle: Steffen Brost

Nur wenige Meter läuft im Kreativladen der Räumungsverkauf. Evelyn Gruß eröffnete erst im vergangenen Jahr. „Ich hatte mir mehr Kundschaft erhofft. Aber für eine Kleinstadt ist mein Laden nicht der richtige. Die Bastel- und Kreativkurse waren ganz gut besucht, haben aber letztlich auch nicht dazu beigetragen, dass die Einnahmen höher sind als die Ausgaben.“ Ebenfalls geschlossen hat das Fotostudio Rampenlicht am Markt 9. Aus Personalmangel und wirtschaftlichen Gründen, heißt es. Hausbesitzerin Cathleen Ott und ihr Mann Christian hoffen, dass hier bald wieder ein neues Geschäft einzieht. „Kein Imbiss und keine Versicherung“, sagt die Geschäftsfrau. Cathleen Ott hat mittlerweile Angst, dass Bad Dübens City langsam ausstirbt. „Auf lange Sicht sieht es echt düster aus. Es muss etwas passieren, dass es wieder attraktiv wird, ein schönes Geschäft in der Altstadt zu eröffnen“, sagt Ott.

Im Bad Dübener Rathaus ist die Leerstands-Problematik bekannt. „Diese Dinge liegen nicht in unserer Hand. An der Veränderung des Handels können wir nichts machen. Viele kaufen mittlerweile im Internet oder fahren in die großen Shoppingszentren. Hier ist viel mehr privates Engagement gefragt“, sagt Cornelia Richter von der Wirtschaftsförderung.

Von Steffen Brost

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