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Bad Düben Gewerbeverein organisiert offenen Verkaufssonntag am vierten Advent
Region Bad Düben Gewerbeverein organisiert offenen Verkaufssonntag am vierten Advent
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14:38 21.12.2009
Die sechsjährige Charlin Lehmann durfte im Schlitten des Weihnachtsmannes in der Altstädter Straße Platz nehmen. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

In der Altstädter Straßen hatte Weihnachtsmann Nummer eins seinen Platz aufgebaut.

Günther Ebel vom Vitaminkörbchen hatte sich eigens einen Schlitten vor sein Geschäft ziehen lassen und ihn mit viel Tannengrün dekoriert. "Die Rentiere sind auf der Wiese hinterm Haus. Der Bärtige macht hier eine Pause und will Geschenke an die Kinder verteilen", sagte Ebel. Eine der ersten war die sechsjährige Charlin Lehmann. Sie hopste ohne Probleme in den Schlitten und sang ein Lied, ehe sie sich ein Geschenk aussuchen durften. Ihre Wahl fiel dabei auf ein Kuscheltier. "Das ist schätzungsweise Kuscheltier Nummer 185. Alle landen sie bei Charlin im Bett. Irgendwann wird sie dort wegen der vielen Plüschtiere wohl rausfallen", witzelte Papa Heike Schönwitz. Auch auf dem Markt war inzwischen einiger Trubel. Bäckermeister Heiko Paetsch lieferte einen fast vier Meter langen Riesenstollen an.

Bad Düben. Traditionell lud der Gewerbeverein am vierten Advent zum verkaufsoffenen Sonntag in die Altstadt ein. Dort hatten zahlreiche Geschäfte offen und mehrere Weihnachtsmänner zogen durch die Innenstadt. In der Altstädter Straßen hatte Weihnachtsmann Nummer eins seinen Platz aufgebaut.

Der wurde pünktlich 14 Uhr von Gewerbevereinsvorsitzende Annett Mazanec, Weihnachtsmann, Wichtel und Engel angeschnitten und verteilt. Wem die minus acht Grad zu kalt waren, dem half Alexandra Redmer aus der Patsche. Sie schenkte literweise heißen Jagatee, brennenden Fischergeist oder leckeren Moorschnaps aus der Dübener Heide aus. Auch die Geschäfte in der Altstadt lockten zum letzten Run auf das eine oder andere Geschenk. Im Buchladen von Elke Geist konnten die Leseratten nocheinmal zuschlagen. "Das Weihnachtsgeschäft war gut. Gelesen wird doch eigentlich immer. In diesem Jahr sind besonders das Buch von Heinz-Florian Oertel "Pfui Teufel" für Erwachsene und die Tintenblutbücher für Kinder gut gegangen. Wir können recht zufrieden sein", sagte Elke Geist.

 Etwas ganz spezielles hatte Karin Grabsch von der Fleischerei auf den Gabentisch des Tages gelegt. Während Sohn Udo vor dem Rathaus ein Würstchen nach dem anderen auf den Grill legte, hatte Karin Grabsch heiße Maronis aus dem Ofen geholt. "Das ist eine Spezialität aus Südtirol. Die schmecken heiß köstlich", lockte die Bad Dübenerin zum probieren. Während Horst Littmann den ganzen Nachmittag an seinem Glücksrad die wartende Kinderschar abarbeitete, zog Weihnachtsmann Nummer zwei, Wichtel und Engelchen durch die Innenstadt und verteilte Geschenke. "Wir finden diese Aktion sehr schön. Waren vergangenes Jahr auch schon da. Hier ist nicht ganz so viel Trubel wie auf dem Wittenberger Weihnachtsmarkt, wo man fast nicht treten kann. Am meisten gefallen mir die sehr schön geschmückten Schaufenster. Und da vor allem die dekorierten Fenster am Reisebüro von Frau Jörke", sagte Andre Witteborn aus der Lutherstadt.

Beim Bummel durch die geschmückte Stadt wäre es auch beinahe zu einem Streit gekommen. Fast hätte der Weihnachtsmann dabei seine Rute rausholen müssen. Der freche Wichtel Siggi wollte ihm die Weihnachtsfrau wegnehmen. Die gemeine Szene spielte sich im Reisebüro am Paradeplatz ab. Weihnachtsfrau Sabine hatte zum vierten Advent allerhand Adventspost zu schreiben und Reisen zu organisieren, als plötzlich Weihnachtsmann Torsten, Wichtel Siggi und Engel Julia vor ihr standen. "Das ist meine Weihnachtsfrau. Die heirate ich nachher", sagte der Weihnachtsmann. Doch der freche Wichtel Siggi wollte die Weihnachtsfrau auch heiraten und drohte dem Weihnachtsmann Schläge an. Doch die Weihnachtsfrau schlichtete den Streit und heiratete schließlich niemanden.

Zufrieden mit der Aktion zeigte sich Annett Mazanec am Abend. "Der Sonntag war gelungen. Auch wenn in diesem Jahr nicht ganz so viele Menschen den Weg in die Stadt gefunden haben. Trotzdem war etwas Betrieb und die Leute sind in die Geschäfte. Schuld war wohl auch die Kälte, die nicht alle vom heimischen Ofen weglockte. Zufrieden sind wir jedoch hundertprozenitg mit der Adventskalenderaktion des Gewerbevereins. Dort haben sich jeden Tag viele Bad Dübener beteiligt. De meisten Lose gab es mit 196 Stück bei Fleischerei Grabsch, als diese einen Präsentkorb verloste. Wir werden überlegen, diese Aktion im nächsten Jahr zu wiederholen", plant Annett Mazanec.

Steffen Brost

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