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Bad Düben Grabmal auf Dübens Friedhof, Spenden zur Finanzierung willkommen
Region Bad Düben Grabmal auf Dübens Friedhof, Spenden zur Finanzierung willkommen
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22:07 05.10.2017
Lutz Fritzsche und Norbert Krüger (rechts) am Grabmal der Familie Schneider auf dem Bad Dübener Friedhof. Rechts ist das neue Fundament bereits fertig. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Zwei Herren halten ihre Regenschirme über sich und das Grabmal der Familie Schneider auf dem Bad Dübener Stadtfriedhof. Ein Bild mit Symbolcharakter. Zwar regnet es in Strömen an diesem Vormittag. Doch mit dem schützenden Dach wollen Friedhofs-Verwalter Norbert Krüger und Stadt-Chronist Lutz Fritzsche auch demonstrieren: Dieses denkmalgeschützte Grabmal muss vor dem Verfall bewahrt werden.

200 Jahre alt

Rund 200 Jahre steht der mit Schrift verzierte Sandstein hier – an der Stelle des Familiengrabes von Obermüller Schneider. „Im Besitz der Familie war einst die Neumühle, ab 1741 die Obermühle“, so Fritzsche. Vor einiger Zeit bemerkte Norbert Krüger bei Kontrollgängen eine Schieflage des Denkmals. Offenbar war das marode Fundament schuld. Zudem hatte die Kuppel einen Riss. Der Verwalter nahm mit Steinmetz-Firmen Kontakt auf und hatte beim Leipziger Unternehmen Schneider, das auch in Delitzsch sitzt, Erfolg. Das Ganze sei anspruchvoll, immerhin wiege der Koloss, der mit einem Kran gehoben werden musste, etwa vier Tonnen. Anstelle des kaputten Fundamentes gibt es jetzt ein neues. Streng nach Vorgaben des Denkmalschutzes. Nächste Woche wird die Umrandung mit Beton ausgefüllt, in etwa drei Wochen ist der Stein zurück auf dem Fundament. Dann wird auch die Kuppel, die derzeit noch aufgearbeitet wird, wieder aufgesetzt.

Kulturgut erhalten

Das Grabmal zu schützen ist für Norbert Krüger nicht nur eine Frage des Denkmalschutzes. „Als Verwalter weise ich die Nutzer auf die Standsicherheit der Grabsteine hin, also muss ich auch dafür sorgen.“ Auf dem Friedhof gibt es mehrere , die unter Denkmalschutz stehen. Das alles seien erhaltenswerte Kulturgüter. Lutz Fritzsche sieht da auch den Denkmalschutz in der Pflicht: „Ich sag immer: Nicht nur verwalten, sondern erhalten.“ Das kostet. 2000 Euro sind es diesmal. Den Betrag hat die Verwaltung bezahlt, hofft aber dennoch, durch Spenden einiges wieder einnehmen zu können. Denn das Geld auf dem Konto würde er lieber für Maschinen einsetzen, sagt der Verwalter. Zum Beispiel ein Betriebsfahrzeug, das die Arbeit erleichtern könnte.

Wer spenden möchte, kann sich an Norbert Krüger wenden, Telefon: 034243 419023

Von kathrin kabelitz

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