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Großbrand am Sägewerk Görschlitz kommt Gemeinde teuer zu stehen

Großbrand am Sägewerk Görschlitz kommt Gemeinde teuer zu stehen

Laußig. Der Großbrand am Sägewerk in Görschlitz könnte die Gemeinde Laußig im Nachhinein teuer zu stehen kommen. Die erste Kommune hat jetzt eine Rechnung für den Einsatz geschickt.

Laußig soll an die Gemeinde Mokrehna 3389 Euro zahlen. Das bestätigte Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) auf Anfrage der Kreiszeitung. Die Nachbarkommune war am besagten vierten Adventssonntag mit den Feuerwehren Mockrehna und Wildenhain vor Ort, um das in Flammen stehende Sägewerk zu löschen. Nunmehr machte Mockrehnas Bürgermeister Peter Klepel (parteilos) eine Rechnung auf.

Laut Schneider sei dies kein ungewöhnlicher Vorgang. Sein Kollege berufe sich dabei auf geltendes Recht. "Bei Mockrehna wird's nicht bleiben. Ich gehe davon aus, dass andere Gemeinden auch noch Ansprüche geltend machen werden", sagte Schneider.

Als Ende Dezember das Sägewerk abbrannte, war ein Großaufgebot an Feuerwehren im Heidedorf. Mehr als 140 Kameraden von Feuerwehren aus elf umliegenden Orten waren mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Die Gemeinde hat nunmehr die Summe überschlagen, die möglicherweise auf sie zukommt: es wären etwa 100 000 Euro. Für Laußig ist das ein Schlag ins Kontor. Dieser Ausgabe-Posten würde die Kommune, deren Haushalt ohnehin finanziell nicht gerade üppig ausgestattet ist, in arge Bedrängnis bringen. Einzig aus Bad Düben, Doberschütz und Eilenburg sind keine Offerten zu erwarten. Mit diesen Gemeinden hat Laußig bereits vor Jahren eine Vereinbarung zur Kostenerstattung bei gegenseitigen Hilfeleistungen geschlossen. Bedeutet: Wenn Feuerwehren von dort in der Gemeinde Laußig aktiv werden, dann ohne Kosten- und Aufwendungsersatz. Mit Mockrehna besteht eine solche Vereinbarung nicht.

Letztlich müsste Laußig erstmal zahlen, kann sich aber die Kosten zurückholen - in diesem Fall vom betroffenen Sägewerk-Besitzer. Ob der allerdings in der Lage dazu sein wird, ist offen. Momentan sind die versicherungstechnischen Fragen ungeklärt und die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kripo zur Brandursache dauern nach wie vor an.

Nico Fliegner

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