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Bad Düben Großer Mangel: In Dübens Innenstadt fehlt ein Spielplatz
Region Bad Düben Großer Mangel: In Dübens Innenstadt fehlt ein Spielplatz
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09:48 12.01.2019
25 Bad Dübener debattieren in der Gaststätte Zur Kegelbahn über ihr Engagement bei „Menschenskinder". Quelle: Ilka Fischer
Bad Düben

Die Bürgerinitiative Menschenskinder Bad Düben geht den nächsten Schritt und wird gemeinnütziger Verein. Das ist das wichtigste Ergebnis der Zusammenkunft von rund 25 interessierten Eltern in der Gaststätte „Zur Kegelbahn“ am Mittwochabend.

Simone Gensichen. Quelle: Wolfgang Sens

Simone Gensichen, Herz und Motor des Ganzen, zeigte sich schon vor Beginn der Veranstaltung über die Resonanz erfreut. „Wir wollen nicht nur meckern, sondern auch machen.“ Jeden interessiere vor allem das, was ihn täglich bewegt. Sie sagt daher in Richtung Stadtrat: „Ihr macht einen guten Job, aber wir sind auch noch da. Und der Stadtrat“, so sagt sie ohne Vorwurf, „ist nun mal eben etwas älter.“

Elternbeiträge, Spielplatz, Stimme sein

Drei Themen, warum sich Bad Dübener Eltern bei den Menschenskindern einbringen wollen, wurden immer wieder genannt:

Erstens Elternbeiträge: Als diese im Herbst erhöht werden sollten, war das für Simone Gensichen und Sandra Schmidt Anlass, beim Stadtrat vorbeizuschauen. Dass es dann doch keine Erhöhung gab, wurde von der Elternrunde mehrfach anerkennend erwähnt. „Nachdem wir uns viele Monate damit beschäftigt haben, wollen wir keine Abschaffung der Beiträge mehr“, so Simone Gensichen. „Aber es sollte auch auf keinen Fall eine Erhöhung geben.“

Innenstadt lädt nicht zum Spielen ein

Zweitens Spielplatz: Dass es davon keinen in der Innenstadt gibt, wurde gleich mehrfach bemängelt. Doch auch für die Jugend fehlt was. Adina Meier, fünffache Mutter: „Für meinen 16-jährigen Sohn würde ich mir einfach mehr Freizeitmöglichkeiten wünschen. Nicht für alle sind schließlich die Sportvereine eine Lösung.“

Drittens: Die Eltern wollen sich mehr Gehör verschaffen. Neben einer Teilnahme beim Stadtfest peilen sie daher auch den einen oder anderen Sitz im Stadtrat an.

Mit Verein lässt sich mehr bewirken

Die Gründung eines gemeinnützigen Vereins, bei dem die Bad Dübener von den Erfahrungen des Delitzscher Schwesternvereins profitieren können, erscheint dabei als die beste organisatorische Lösung.

Arbeitsfelder gibt es für diesen auch über die drei genannten Schwerpunkte hinaus genug. Stichwort Laternenfest: Hier macht jede Kita ihres oder auch nicht. Susanne Kleinstück, Leiterin der Kita Märchenland: „Das könnte man vielleicht wirklich bündeln.“ Sina Engelhardt, die im Vorstand der evangelischen Grundschule mitarbeitet, bot spontan an: „Bei der Vernetzung würde ich gern helfen.“ Doch die Eltern denken durchaus auch an die Älteren. So fand ein in die Debatte eingebrachtes Familienzentrum/Generationenhaus großen Anklang.

Dass man für manches einen langen Atem braucht und manches davon vielleicht trotzdem nicht gelingt, ist den Engagierten klar. Dirk Koltermann, der von den Delitzscher Menschenskindern als Gast dabei war, riet: „Einfach Elan und Dynamik bündeln. Denn wenn man was probiert und scheitert, dann hat man wenigstens was draus gelernt. Also einfach machen!“

Von Ilka Fischer

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