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Großes Interesse für neue Schule in Bad Düben

Anmeldeflut Großes Interesse für neue Schule in Bad Düben

Bad Düben soll eine weiterführende Schule bekommen. Als der Trägerverein der Evangelischen Grundschule im Dezember gemeinsam mit der Stadt das Projekt öffentlich vorstellte, platzte der Saal des Gerätehauses fast aus den Nähten. Bis Mitte Januar wollten die Initiatoren eine erste Bestandsaufnahme. Diese haben sie jetzt. Über 40 Interessensbekundungen liegen vor.

Perspektivisch soll die neue Schule im Gebäude des ehemaligen Gymnasiums in der Durchwehnaer Straße untergebracht werden.

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. Es ist ein gewisses Wechselbad der Gefühl, das Gisbert Helbing, Schulleiterin Cordula Nowack und die Mitglieder des Fördervereins in Sachen Evangelische Schule in Bad Düben durchleben. Zum einen ist die Euphorie groß, die im Prozess der geplanten Gründung mitschwingt. Zum anderen wissen Helbing und Co.: Der Erwartungsdruck ist immens. Da tut es schon mal gut, zu spüren, dass das öffentliche Interesse groß ist.

Ein erster Meilenstein wird mit dem heutigen Tag gesetzt. Bis Mitte Januar, so hatten Trägerverein und Stadt bei einer Versammlung Anfang Dezember im überfüllten Gerätehaus angekündigt, sollte, wer Interesse hat, dies per Anmeldeformular bekunden. Um die 45 haben das getan, berichtet Helbing mit einem gewissen Stolz. Viele sind Viertklässler aus der Evangelischen Grundschule, die nahtlos wechseln möchten. Überrascht habe, dass es aus Eilenburg zahlreiche Schreiben gegeben hätte. „Das hat uns sehr erstaunt, weil es ja auch bedeuten würde, dass die Kinder dann täglich die Busfahrt auf sich nehmen müssten.“ Hinzu komme die Tatsache, dass viele Eltern Mut machen wollten, schon jetzt eine 6. Klasse mit zu eröffnen. „Mit letzterem haben wir uns aber noch nicht abschließend beschäftigt“, sagt der Vorsitzende des Trägervereins.

All das geschieht so oder so vor der Tatsache, dass die Genehmigung für die neue Schule noch nicht da ist. Alle Unterlagen wurden beim Kultusministerium eingereicht und in Bad Düben wird fest davon ausgegangen, dass spätestens im April das O.K. eintrifft. Forderungen, Papiere nachzureichen, gäbe es bisher nicht. Plan ist, mit neuem Schuljahr zwei 5. Klassen zu eröffnen. Mit den vorliegenden Anmeldezahlen wäre dies abgesichert, auch finanziell und räumlich. Perspektivisch sollen Angebote offeriert werden, die Abschlüsse bis zum Abitur ermöglichen.

Für Eltern, die ihre Kinder jetzt für die 5. Klasse anmelden möchten, heißt dies, dass sie diese Formalitäten zunächst in einer staatlichen Schule erledigen. Mit Vorliegen der Zusage ist dies in der Evangelischen Schule möglich. „Aber auch das sollte möglichst zügig erfolgen, im Juni wäre es zu spät“, so Gisbert Helbing. Die Bestrebungen zielten in die Richtung, so viele Schüler wie möglich aufzunehmen. „Versprechen können wir es nicht“, sagt Helbing zwar, betont aber, dass nach Lösungen gesucht werde. Es bestehe keine Absicht, jemanden auszugrenzen.

In puncto Schulgeld gibt es noch keine endgültige Aussage, tendenziell siedele sich die Höhe weiter bei den schon im Dezember benannten rund 130 Euro an. „Wir haben aber mittlerweile Geld in beträchtlichen Größenordnungen von mehreren Dübener Firmen und Privatpersonen bekommen, die es uns ermöglichen, einen Schulgeld-Fonds zu eröffnen. So können wir Eltern unterstützen, die es sich nicht leisten können, die monatlichen Beträge aufzubringen“, berichtet Gisbert Helbing. Das Geld werde aber auch gebraucht, um Angebote einer Ganztagsschule machen zu können.

Zu klären sind noch Personal-Fragen. Die Ausschreibung für neue Stellen läuft. Gesucht werden vor allem Lehrer für die weiterführende, aber auch die Grundschule. Die Revitalisierung des alten Gymnasiums als künftiges Schulgebäude muss finanziell gesichert werden. Doch Gisbert Helbing und Co. sind optimistisch: „Die Schule ist kein Selbstzweck, sondern für die Stadt und deren Kinder.“ Positiv sei, dass auch für die staatlichen Schulen ein neues Gesetz in Arbeit ist, dass die Bedingungen moderner gestalte.

 

Von Kathrin Kabelitz

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