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Grünes Licht für den Polder Löbnitz

Grünes Licht für den Polder Löbnitz

Wellaune/Löbnitz/Schnaditz. Mit dem jetzt erfolgten Planfeststellungsbeschluss für den Polder Löbnitz hat der Freistaat grünes Licht für die erste Polderplanung in Sachsen gegeben.

Das Projekt mit etwa 19,8 Bau-Kilometern besitzt Bedeutung für den Hochwasserschutz des Gewässerabschnittes der Vereinigten Mulde bis zur Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Das Stauvolumen des Polders liegt laut Landesdirektion Sachsen bei einem Hochwasserereignis, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt, bei 15 Millionen Kubikmetern. Die Polderfläche hat einen Umfang von rund 1500 ha.

"Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) des Freistaates Sachsen kann nunmehr mit dem Bau weiterer Abschnitte beginnen, nachdem die durch die Zulassung des vorzeitigen Baubeginns laufenden Bauarbeiten im Bereich des Deiches Bad Düben-Hohenprießnitz in unmittelbarer Nähe zum dortigen Gewerbestandort und in Höhe der Gerberstraße sowie in Wellaune unmittelbar vor dem Abschluss stehen", sagt Stefan Barton, Sprecher der Landesdirektion.

Erklärtes Ziel in Wellaune sei, die Arbeiten im September zu beenden, so Axel Bobbe, Betriebsleiter der LTV. Die Mauern sind im wesentlichen betoniert. Die Spundwände werden in den nächsten Tagen mit Erde angeböscht und dann begrünt, damit sie nicht monströs aus dem Boden ragen. Komplettierungsarbeiten am Abwasserpumpwerk sowie in der Entwässerung seien zu realisieren.

"Im Zuge der Errichtung des Polders werden neben dem Bau des Ein- und Auslaufbauwerkes die Bestandsdeiche Bad Düben - Hohenprießnitz und Löbnitz-Bad Düben ertüchtigt, teilweise erhöht und umgebaut", so Barton. Darüber hinaus ist zum Schutz der im Polder liegenden Ortslagen der Neubau von Deichen für Tiefensee, Schnaditz und Löbnitz geplant. Voraussetzung für deren weitere Planung sei das nunmehr erfolgte Planfeststellungsverfahren, erklärt Bobbe. Bleibe dies klagefrei, könnte der Bau beginnen. "Prioritär ist für uns neben der Schadensbeseitigung, die an den Muldedeichen von Bad Düben nordwärts bis hinter Löbnitz erst am Anfang steht, dass wir den begonnenen Ringdeich Schnaditz fertigstellen. Er werde ab Profiroll abzweigen, die B2 queren und Richtung Schnaditz führen. Wegen der Gesamtlänge von vier Kilometer werde es vermutlich zwei bis drei Jahre dauern, bis der Ringdeich geschlossen sei. Einen Baubeginn noch in diesem Jahr schloss Bobbe aus. Zunächst müsse der Beschluss ausgelegt werden. "Wenn dieser klagefrei ist, gehen wir in die Ausführungsplanung und die Erarbeitung der Ausschreibungsunterlagen", so Bobbe. Zudem mache es keinen Sinn, im Frühjahr, wenn die Mulde erfahrungsgemäß mehr Wasser führe und die Felder noch nicht abgetrocknet seien, mit Wasserbau zu beginnen, sodass mit einem Start vor April/Mai nicht zu rechnen sei.

Rund zwei Jahre werde auch der Bau des Flügeldeiches bei Löbnitz beanspruchen. Auch hier solle wegen der Gefährdungslage der Bau möglichst bald beginnen. "Ob wir es Mitte nächsten Jahres schaffen, können wir aber nicht sagen." Herausforderung hier sei, dass ein kleines Gewässer im Bereich eines FFH(Flauna-Flora-Habitat)-Gebiet gequert würde, was wiederum besondere Anforderungen an den Zeitablauf stelle. Voraussichtlich erst zum Ende dieser Maßnahme werde dann in Tiefensee mit dem Deichbau begonnen.

Aktuell wird die Polderinnenfläche durch die Deiche Bad Düben-Löbnitz und Bad Düben-Hohenprießnitz vor einem Hochwasser HQ25 geschützt. Im Bereich Wellaune soll, so Barton, zur besseren Durchströmung des Polders ein Verbindungsweg/Wirtschaftsweg abgesenkt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.08.2013

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