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Bad Düben Grunaer Kirche wird stabilisiert und trocken gelegt
Region Bad Düben Grunaer Kirche wird stabilisiert und trocken gelegt
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00:17 23.10.2016
Die Radfahrerkirche Gruna wird derzeit umfassend saniert. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Gruna

An der Grunaer Kirche tut sich einiges. Bereits seit Ende August steht das Gerüst für die Radfahrerkirche am Mulderadwanderweg. „Derzeit werden zur Stabilisierung der Kirche Mauer-Ankerarbeiten durchgeführt“, berichtet Pfarrerin Edelgard Richter vom zuständigen Kirchspiel Sprotta.

Die Grunaer Kirche, die beim Hochwasser 2002 unterging, war erst 2012 komplett saniert worden. Doch im Juni 2013 stand sie erneut unter Wasser. Dank der Hochwasserförderung, die im Sommer auf die Summe von 226 000 Euro aufgestockt wurde, ist zumindest die Finanzierung kein Problem. Das Wasser selbst hat zu Setzungserscheinungen des Gebäudes geführt, was sich an den Rissen in der Außenfassade zeigt. Zur Stabilisierung, so erklärt Architekt Andreas Rüdiger, seien in den Längswänden oberhalb der Fensterscheitel Stahlanker eingebohrt und unter Spannung verpresst worden. Die Bohrung und der Anker wurden über die gesamte, reichlich 13 Meter messende, Länge der Wand eingebracht. Damit soll ein weiteres Öffnen der Risse verhindert werden. Solche Bohr- und Ankerarbeiten können nur von Spezialfirmen ausgeführt werden. In Gruna handelt es sich dabei um die Firma Stump aus Chemnitz.

Auch im Inneren gibt es massive Feuchtigkeitsschäden zu beklagen. Doch bis auf einen Opferputz zur Feuchtigkeitsaufnahme konnte hier bisher aufgrund der erst vor Kurzem geklärten Gesamtfinanzierung noch nicht viel passieren. „Auf jeden Fall“, so die Pfarrerin, „muss der Fußboden komplett raus und neu eingebaut werden. Außerdem warten auch noch die Epitaphe auf die Sanierung.“

Wie schnell das alles geht, dazu will die Pfarrerin derzeit keine Prognose abgeben. „Doch wir mussten zum 4. Advent, der traditionell in Gruna gefeiert wird, in den vergangenen beiden Jahren ins benachbarte Bürgerhaus ausweichen. Das wird wohl auch in diesem Jahr wieder so sein“, so die Pfarrerin, die dennoch optimistisch ist, was das Gotteshaus betrifft.

Architekt Andreas Rüdiger sieht es ähnlich: „Nach den jetzt geklärten und realisierten Ankerarbeiten sind die weiteren Sanierungsarbeiten möglich. Unser Ziel ist es, 2017 alles abgeschlossen zu haben.“ Dieser Zeitrahmen sollte auch den Altaraufsatz einbeziehen. Das Schnitzwerk, das einst einen heute nicht mehr existenten gemauerten Tisch zierte, wurde nach der Wende saniert und vorübergehend an einer Seitenwand in der Pristäblicher Kirche aufgehängt. Der Beschluss des Gemeindekirchenrates, diesen, wenn die Möglichkeit besteht, wieder nach Gruna zu bringen, gilt noch heute, so Edelgard Richter. Nach 2012 sei dies nur deshalb nicht geschehen, weil sich die Experten noch nicht auf eine genaue Position in der Kirche geeinigt hatten. „Das war sozusagen Glück im Unglück“, so sieht es die Pfarrerin heute, die natürlich hofft, dass der geplante Ringdeich in Gruna nun vor dem nächsten großen Muldehochwasser errichtet sein wird.

Von Ilka Fischer

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