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Grunas Tagesmutter schwer vom Hochwasser getroffen - Kirchgemeinde hilft

Grunas Tagesmutter schwer vom Hochwasser getroffen - Kirchgemeinde hilft

Elvira Koch ist eine von über 50 Tagesmüttern in Nordsachsen. Sie macht ihren Beruf aus Leidenschaft. Im Laußiger Ortsteil Gruna betreut sie seit neun Jahren bis zu fünf Kinder im Alter von bis zu drei Jahren.

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Werner Stärtzel (links) lässt sich von Grunas Tagesmutter Elvira Koch (Zweite von links) berichten, was dringend im Haus benötigt wird. Geldspenden sammelte Gunnar Lüttmann (Zweiter von rechts) für die betroffenen Grunaer.

Quelle: Steffen Brost

Gruna. Die Knirpse fühlen sich in den liebevoll und individuell gestalteten Räumen pudelwohl. Seit drei Wochen ist nichts mehr so, wie es einmal war. Wie schon 2002 ging die Grunaerin mit ihren Betreuungsräumen beim Hochwasser unter.

Über einen Meter stand ihr Haus in der Dorfstraße 3 unter Wasser. Ihre zu betreuenden Kinder sind vorübergehend in der Laußiger Kindertagesstätte der Diakonie untergekommen. Doch ans Aufgeben denkt die gelernte Krankenschwester auch nach der neuen Flut nicht. Vieles ist beim Hochwasser zerstört worden. Am schlimmsten ist der Schaden am Wohnhaus. Wieder musste der Putz von den Wänden, der Fußboden raus und auch die Türen sind nicht mehr zu gebrauchen. Überall stand die braune Brühe tagelang und bahnte sich den Weg in die kleinste Ritze. Auf mehrere Tausend Euro beziffert Koch den aktuellen Sachschaden an Haus und Möbel.

Doch am Wochenende stand Hilfe in der Tür - Gunnar Lüttmann von der lutherischen Kirchengemeinde Lage bei Detmold. Bereits 2002 half der engagierte Mann den am schlimmsten von der Flut betroffenen Bürgern, nachdem er Kontakt mit dem Bad Dübener Werner Stärtzel hatte. "Unsere erste Begegnung war sehr außergewöhnlich. Wir waren im Hochwassergebiet und beobachteten das Ganze. Werner Stärtzel kam auf mich zu und sagte, dass man hier keine Zuschauer bräuchte, sondern Hilfe. Gesagt, getan, und so organisierten wir damals eine erste Sammelaktion. 2500 Euro haben wir dann direkt an die Menschen verteilt", erinnerte sich Gunnar Lüttmann. Auch diesmal kamen Lüttmann und sein Team nicht mit leeren Händen nach Gruna und Bad Düben. In seinem Ort sprach der engagierte Mann direkt Menschen an und überzeugte sie zu einer Spende. "Das war gar nicht so schwer. Viele haben Hemmungen, eine Spende auf die zentralen Spendenkonten für die Flutopfer einzuzahlen. Denn keiner weiß am Ende, wo sein Geld landet. Wir haben versprochen, dass die gesammelten Mittel direkt an die Menschen in Gruna und Bad Düben gehen. Und so haben wir diesmal 3600 Euro zusammenbekommen. Und wir sammeln noch weiter", versprach Lüttmann.

Sein Mann vor Ort ist Werner Stärtzel. Gemeinsam besprachen die beiden, wo geholfen werden könnte. Auch Tagesmutti Elvira Koch gehörte zu den Empfängerinnen der Spenden. Gunnar Lüttmann und seine Mannschaft schauten sich das leergeräumte Haus der Kochs in Gruna an. Die Tagesmutti führte die Helfer durch das Gebäude. Die Schäden waren nicht zu übersehen. In zwei Wochen will die Grunaerin wieder mit ihre Tagesbetreuung weitermachen. Vorübergehend in einer Wohnung der Laußiger Wohnstätten GmbH. "Wir haben für Frau Koch eine Wohnung gefunden, in der sie die Kinder wieder ordnungsgemäß betreuen kann. Solange, bis ihr Haus wieder bewohnbar ist", sagte Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider.

Damit das möglichst schnell passiert, zahlte Gunnar Lüttmann 500 Euro in bar an Elvira Koch aus. Geld, das dringend für die Reparaturen im Haus benötigt wird. "Vielen Dank. Das hilft, dass ich ganz schnell wieder in meinem Haus in Gruna die Kinder betreuen kann", freut sich Koch für die Geldspende. Im Laufe des Tages überreichten die Helfer weiteren Hochwassergeschädigten in Gruna und Bad Düben kleine Geldspenden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2013

Steffen Brost

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