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Grundstein für Bad Dübens neue alte Ölmühle ist gelegt

Schauwerkstätten Grundstein für Bad Dübens neue alte Ölmühle ist gelegt

Stadt und Verein Museumsdorf Dübener Heide arbeiten seit vielen Jahren an dem Sanierungsprojekt des wohl letzten Gebäudes auf dem Bad Dübener Obermühlen-Gelände. Nach vielen Rückschlägen wird jetzt endlich an der Umsetzung des Projekts gearbeitet. Am Sonnabend war Grundsteinlegung.

Astrid Münster und Werner Wartenburger versenken die Zeitkapsel.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Der Mühlentropfen muss mit in die Zeitkapsel. Stadt-Chronist Lutz Fritzsche hatte die kleine Flasche mit dem Kräuterlikör am Sonnabendnachmittag eigentlich nicht auf dem Zettel, als er die Utensilien aufzählte, die anlässlich der Grundsteinlegung in der Bodenplatte des Ölmühlen-Baus mit eingemauert werden sollten. Doch bevor Hartmut Hannas und Klaus Halangk die Röhre verlöteten, hatte sich Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) einen Trunk geschnappt, ein paar Euro-Münzen dazugelegt. Diese Gaben fanden ihren Platz, ebenso wie LVZ und Wochenspiegel, Ansichtskarten der Dübener Postkutschen, die Vereins-Satzung und noch einige Zeit-Dokumente mehr.

Langer Kampf um Sanierung

Der Grundstein wurde gewissermaßen für ein Gebäude gelegt, das verschwunden ist – und dennoch wieder aufgebaut werden soll. Mitten in die beginnende Sanierung der alten Ölmühle platzte im frühen Frühjahr die Hiobs-Botschaft: Fachwerk und Baugrund sind in solch schlechtem Zustand, dass das Haus nicht mehr gerettet werden kann. „Das heißt, bis auf den Giebel bleibt nichts stehen“, erinnerte Werner Wartenburger, seit dem Sommer Vorsitzender des Museumsdorf-Vereins, an schwierige Wochen, die für den seit Jahren andauernden Kampf um die Sanierung des 300 Jahre alten Objekts stehen. Aber, so Wartenburger, der faktische Neubau bleibe trotzdem ein Denkmal, weil wesentliche Teile der historischen Substanz wie Türen und Fenster wieder eingebaut werden.

Touristische Attraktion

Das ambitionierte Ziel steht: Bis Ende 2017 will die Stadt das historische Ensemble für insgesamt 1,5 Millionen Euro zu einer touristischen Attraktion ausbauen, in dem sich altes Handwerk von Besenbinderei bis Seifenmanufaktur erleben lässt. Der hier ansässige Museumsdorf-Verein verbindet mit dem Projekt große Visionen. Das Konzept Schauwerkstätten ist die eine. „Wir denken, dass es wichtig ist, traditionelles Handwerk zu erhalten, weil sonst viel Wissen ausstirbt“, sagt Wartenburger. So steht fest, dass im Erdgeschoss Eisenhammer und handwerkliche Schmiede, die Schauwerkstatt Druck und Papier sowie die Ölmühle unterkommen. Das Obergeschoss wird Seifenmanufaktur, Splittmacher, Schuhmacher-, Korbmacher- und Besenbinderwerkstatt beherbergen. Hinzu kommt eine Bibliothek mit Vortragsraum. Im Dachgeschoss bleibt Platz für das Seilerhandwerk. Eine zweite Vision: die Verknüpfung von Tradition und Zukunft. Und damit anzuerkennen und zu bewahren, was die Vorfahren einst leisteten. Und der Verein sieht noch einen ideellen Ansatz. „Wir beobachten eine zunehmende Ich-Bezogenheit. Wir stehen als Verein beispielgebend für ein gemeinnütziges, bürgerschaftliches Engagement.“

Von Kathrin Kabelitz

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