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Bad Düben Gymnasium ist wieder Thema in Bad Düben
Region Bad Düben Gymnasium ist wieder Thema in Bad Düben
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09:00 31.01.2010
Blick auf die Kurstadt Bad Düben. Quelle: Privat
Bad Düben

Dabei ging es im Kern um die Frage: Wie weiter in Sachen Bildung in Bad Düben? Denn der Vertrag, der unter anderem vorsieht, „Qualität und Quantität der Bildungsangebote“ in der Stadt „für alle Alters- und Zielgruppen deutlich zu erhöhen“ gilt in gewisser Weise als Motivator für alles Kommende.

So warfen die Teilnehmer der Runde zunächst zahlreiche Ideen in den Ring. Über Kinder-Uni und Senioren-Kolleg wurde gesprochen, über ein neues Gymnasium in Bad Düben, über Senioren, die Kindern vorlesen, über Schülerpraktika, die eng verzahnt mit der Wirtschaft stattfinden sollten, über ehrenamtliche Tätigkeiten im Bildungsbereich, über Mehrgenerationenlernen und weitere Mitstreiter, die gebraucht würden.

Über zwei Stunden lang fand ein reger Austausch statt. Zur Gründung eines Bildungsrates, der laut Koalitionsvertrag der nächste Schritt wäre, kam es jedoch nicht. Vielmehr hatten sich CDU-Stadtrat Gisbert Helbing, Initiator des Themas Bildung in Bad Düben, und der Hochschulpädagoge Roland Schöne von der Technischen Universität Freiberg, fleißig Notizen gemacht. „Wir haben kein Projekt in der Schublade, das wir rausziehen können. Wir machen das live und in Farbe“, sagte Helbing.

Während Mittelschulleiter Matthias Schuster sich am viel zitierten Wort Bildungscampus störte, ist es für Annemarie Wartenburger „eine schöne Vision, wenn alle Kinder in Bad Düben lernen könnten.“ Stadtrat Werner Stärtzel (CDU) wünschte sich unterdessen mehr Bildungsangebote für Senioren. Und immer wieder flammte das Thema Gymnasium auf. Für Wolfgang Rieger, 16 Jahre lang als Physiklehrer am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Bad Düben tätig, ist ein neues Bildungshaus „eine größere Sache“, mit der sich der künftige Bildungsrat beschäftigen müsse. Rieger sprach von einem „großen Kraftakt.“

Tatsächlich steht im Bildungskoalitionsvertrag die Schaffung eines neuen, gymnasialen Angebots drin, nicht aber eines Gymnasiums. Dennoch kann ein solches in freier Trägerschaft und mit Internatsfunktion , so dass Schüler aus anderen Regionen hier lernen, aus dem Boden gestampft werden. Helbing sagte: „Es sind Möglichkeiten der Finanzierung da. Wir müssen dieses Thema sofort angehen.“ Altbürgermeister Eckehard Tulaszewski (FDP) sagte: „Der Aufbau eines Gymnasiums ist das A und O. Das muss der Schwerpunkt werden.“

Schließlich steckten die Akteure die weiteren Schritte ab: Helbing will jetzt eine Organisationsstruktur erarbeiten, die mehrere Arbeitsgruppen vorsieht. Münster sicherte die Bereitstellung eines Raumes und Bürotechnik zu. Ähnlich wie Öko-Rat und Kriminalpräventiver Rat in Bad Düben arbeiten, soll es einen Koordinator für den künftigen Bildungsrat geben, möglichst ehrenamtlich. Bei ihm sollen die Fäden zusammenlaufen.

Unterdessen startet die Stadt nochmals einen Aufruf zur Mitarbeit. Bürger, die sich ehrenamtlich für die anstehenden Aufgaben engagieren wollen, könnten sich bei der Stadtverwaltung Bad Düben melden (Telefon: 034243/7220). Im März soll es dann eine weitere Zusammenkunft geben und der Bildungsrat gegründet werden.

Nico Fliegner

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