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Bad Düben Halbzeit beim Kanalbau in Laußig
Region Bad Düben Halbzeit beim Kanalbau in Laußig
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10:45 22.02.2018
Hartmut Fuchs und seine Mitstreiter von Bau- und Haustechnik Bad Düben beseitigen im Herbst in der Kleinen Aue in Laußig die Hochwasserschäden an den Kanälen. Derzeit herrscht aber Winterruhe. Quelle: Ilka Fischer
Laußig

Bei Laußigs derzeit größtem Investitionsprojekt, das Abwassersystem in den Ortsteilen Laußig, Gruna und Pristäblich auf den von der EU geforderten Standard zu bringen, ist Halbzeit. Bis jetzt flossen rund 1,7 Millionen Euro in die Überleitung des Abwassers nach Bad Düben, in die drei Pumpstationen, in den Abriss der alten Laußiger Kläranlage sowie in erste Kanalbauten. Damit muss die Gemeinde, die das Abwasser in den Ortsteilen Laußig, Gruna und Pristäblich in eigener Regie entsorgt, nun noch weitere rund 1,8 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Bauarbeiten in der Kleinen Aue

Gebaggert wurde in den vergangenen Wochen vor allem in der Kleinen Aue in Laußig. Neben dem Abwasserkanal kam hier auch gleich eine neue Regenwasserleitung in die Erde. Ende Februar wird die Ausrüstung für die Pumpstation geliefert, sodass dann auch das provisorische Pumpen zur Dübener Straße ein Ende hat.

Berücksichtigt wurden bei der Straße auch Gas, Wasser und Energie. Beim Breitband sieht das dagegen (noch) anders aus. „Wir wollen natürlich erreichen“, so Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos), „dass vor dem anstehenden Straßenbau das Breitband reinkommt.“ Ob das klappt sei aber offen, auch wenn der Landkreis derzeit die entsprechenden Bietergespräche auch für den Laußiger Bereich führe. Alternativ würde es aber zumindest eine Leerverrohrung geben. Im Anschluss an die Baustelle Kleine Aue soll der Kanalbau möglichst zügig in der Dübener Straße weitergehen. Die Pläne liegen vor. Derzeit befinden sich die bei der Sächsischen Aufbaubank, von der sich die Gemeinde ein zinsverbilligtes Darlehen erhofft.

Auch Gruna wird Baustelle

Während die Dübener Straße auf jeden Fall noch 2018 gebaut werden soll, kommen die Hauptstraße, die Schulstraße, die Denkmalstraße und die Mittelstraße wie auch notwendige Arbeiten in Pristäblich erst ab 2019 an die Reihe. Gebaut wird dagegen, voraussichtlich ab April, in Gruna. Der Gemeinderat wird den Auftrag auf seiner nächsten Sitzung vergeben, sodass dann dort bis zum Sommer die punktuellen Schäden an den Kanälen beseitigt werden können.

Zumindest unmittelbar haben all diese Investitionen, für die die Gemeinde bis 2020 eine weitere Million Euro Kredit aufnimmt, übrigens keine Auswirkungen auf die Gebühren. In dem bis Ende 2019 laufenden Kalkulationszeitraum, bei dem die Investitionen bereits berücksichtigt sind, zahlen die Laußiger derzeit 4,23 Euro je Kubikmeter Abwasser. Diese hohen Gebühren relativieren sich allerdings angesichts der Tatsache, dass in Laußig, anders als fast überall sonst keine Abwasserbeiträge erhoben werden.

Von Ilka Fischer

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