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Bad Düben Halloween in Nordsachsen: Schaurige Schönheiten und gruselige Kostüme
Region Bad Düben Halloween in Nordsachsen: Schaurige Schönheiten und gruselige Kostüme
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16:28 29.10.2015
Lisa und Lisa posieren für ein Halloween-Foto im Keller der Oschatz-Info. Die jungen Ladies haben sich als fesche Hexen verkleidet. Wem sie damit das Fürchten lehren wollen, bleibt allerdings ihr Geheimnis. Quelle: Dirk Hunger
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Nordsachsen

In der Region gehen Sonnabend zahlreiche Halloween-Partys über die Bühne. Die Vorbereitungen dauern seit Tagen an. Dabei legen sich die Fans des Festes mächtig ins Zeug.

In Delitzsch entstehen Dracula-Figuren

Im Soziokulturellen Zentrum Delitzsch basteln Vorschulkinder kleine Draculas und Kürbisse als Dekoration für die Halloweenparty. Quelle: Thomas Steingen

Am Sonnabend um 16 Uhr soll sie starten, die große Halloween-Party im Freigelände des Soziokulturellen Zentrums (SKZ) im Delitzscher Kosebruchweg 14. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, denn diese Fete ist etwas Besonderes. Erfahrungsgemäß rechnet das SKZ-Team auch in diesem Jahr wieder mit etwa 500 Besuchern. „Alle Kinder werden kostümiert sein und praktisch das gesamte Haus, alle Gruppen und Mitarbeiter, sind in die Vorbereitung und Durchführung eingebunden“, berichtet Hortleiterin Bettina Kühnel. Die Einrichtung betreibt einen riesigen Aufwand für das Fest. Gruppen- und Bildungsarbeit werden in die Vorbereitung, die in den Herbstferien begann, einbezogen.

So sitzen auch Marie, Lilly, Fabien und Cayenne vom Vorschulkurs nachmittags an einem Tisch und basteln kleine Fledermausfiguren aus Blumentöpfen und Styroporkugeln. Kopf und Körper haben die Mädchen und Jungen bereits zusammengefügt. Nun gehen die Fünf- und Sechsjährigen daran, sie mit schwarzer Farbe zu bemalen, schließlich sollen die Fledermäuse an Dracula erinnern. Und während die Farbe trocknet, verteilt Bettina Kühnel schon weitere weiße, tennisballgroße Schaumstoffkugeln und orangene Farbe, mit der die Kinder die Kugeln in kleine Kürbisse verwandeln sollen, was sie mit Freude auch tun.

Bei den Eilenburger Tanzgruppen ist der Kostüm-Fundus gut gefüllt

vonne Gürke (l.) und Jana Wend stöbern nach Kostümen. Quelle: Alexander Prautzsch

Hexen, Spinnen, Werwölfe, Kürbisse – Halloween ist die gruseligste Zeit des Jahres. Das wissen auch die Tanzgruppen in Eilenburg, die deswegen ganz besonders gruselige Tänze einstudieren, die morgen und übermorgen im Tierpark der Muldestadt besondere Highlights sein werden. „Die Idee zu dieser Aktion ist mit den Jahren gewachsen. Erst hatten wir die Tanzvorführungen nur an einem Tag. Da der Andrang aber so groß war, haben wir sie auf zwei Tage aufgeteilt“, berichtet Jacqueline Maar, die Vorsitzende des Vereins.

Zehn Gruppen treten an den zwei Tagen auf. Kinder und Erwachsene gehören gleichermaßen dazu. Um Gruselstimmung aufkommen zu lassen, werden sie während der Show teilweise auch mit Feuerwerk arbeiten, natürlich alles in Absprache mit dem Tierpark. Damit die Tiere nicht über Gebühr gestresst werden. Die erwachsenen Tänzer werden teilweise mit Feuerfächern arbeiten. Einen Hexenkessel gibt es auch diesmal wieder, aus dem die Tänzer hinaus schlüpfen.

Julian verbreitet als Zombie in Oschatz Schrecken

Ganz schön gruselig kommt Julian Skambraks aus Oschatz daher. Er liebt es, sich Halloween zu verkleiden. Quelle: Dirk Hunger

Für ein gruslig-geniales Kostüm an Halloween muss man nicht tief in die Tasche greifen. Wie man besonders erschreckend aussehen kann, ohne dafür sein Sparschwein komplett zu plündern, hat Julian Skambraks herausgefunden. Der junge Oschatzer geht in diesem Jahr als lebender Toter zu jeder Party, die sich um den Brauch aus den USA dreht. Als Zombie erschreckt er mit Sicherheit nicht nur seine zwei Jahre jüngere Schwester Hannah, die sich ale Hexe verkleidet hat. „Man braucht nur ein paar alte Klamotten aus seinem Schrank suchen, die man entweder gar nicht mehr anzieht, weil sie einem kaum noch passen oder nur noch zum draußen Rumstromern gut sind“, sagt der Elfjährige. T-Shirt und Jeanshose reichen da vollkommen aus. Denen verpasst Julian dann mit der Schere oder den Händen ein paar ordentliche Löcher. „Vor allem die Hosenbeine sollte man richtig schön in Fetzen reißen“, gibt er einen Tipp für Nachahmer.

Veranstaltungstipps zu Halloween

In Nordsachsen gehen am Sonnabend zahlreiche Halloween-Partys über die Bühne. Quelle: dpa
  • Freitag und Samstag wird jeweils ab 16 Uhr zur Gruselparty in den Tierpark in Eilenburg geladen. Von 17 bis 19 Uhr erwartet die Besucher ein effektvolles Bühnenprogramm mit Hexen, Teufeln und Engeln, das von den Eilenburger Tanzgruppen gestaltet wird. Höhepunkt ist wieder eine Feuershow.
  • Die Gruselzüge des „Wilden Robert“ bei Oschatz sind am Sonnabend wieder unterwegs. Innen gespenstig verzierte und außen stimmungsvoll beleuchtete Wagen touren zwischen Oschatz und Mügeln. 13.30 Uhr fährt der erste Gespensterzug ab Mügeln Bahnhof in Richtung Oschatz und zurück ab Oschatzer Hauptbahnhof 14.45 Uhr. Auf dem Mügelner Bahnhof gibt es ab 16 Uhr ein Halloweenfest mit Lagerfeuer und die Wahrsagerin Sybille von Frankleben blickt von 17 bis 18 Uhr im Tower am Bahnhof in die Zukunft. 18 Uhr startet der Lampionumzug und um 18.30 Uhr lädt „Al-Madina“ zu einer spektakulären Feuer-Show ein. Das Organisationsteam freut sich auf zahlreich kostümierte Fahrgäste. Weitere Infos zu Abfahrtszeiten im Internet: www.wilder-robert.de
  • „Süßes oder Saures“ heißt es bei den Delitzscher Reservisten am und im Halleschen Turm. Ab 15 Uhr gibt es für große und kleine Geister Heißes vom Grill und aus der Glühweintherme. Eine Hüpfburg wird kleine Monster erfreuen und der Turm lädt zur schaurigen Abenteuertour über die Dächer der Stadt ein. Mit freundlicher Unterstützung von Jörg Wenke kann jeder vor Ort ein Foto von seinem Kostüm machen lassen und an einem Gewinnspiel teilnehmen. Zudem winken lustige Preise beim Glücksraddrehen.
  • Sonnabend findet auf dem Außengelände vom Soziokulturellen Zentrums in Delitzsch eine Kinder-Halloween-Party statt. Ab 16 Uhr können sich die kleinen Gruselfans auf tolle Aktionen freuen, ein Zauberer nimmt sie ab 18 Uhr mit in die magische Welt und ab 19 Uhr startet ein Fackelumzug.
  • Zum Halloweenbasteln in Gruna (bei Eilenburg) mit anschließendem Gespensterumzug lädt der Förderverein am Sonnabend ein. Alle kleinen und großen Geister und Vampire sind ab 15 Uhr willkommen.
  • Der Heimatverein in Calbitz bei Wermsdorf lädt am Freitag ab 18.30 Uhr an die alte Schule im Ort ein. Dort startet ein Umzug mit Musik und Lampions, um die bösen Geister an Halloween zu vertreiben. Anschließend wird im Vereinshaus „Lämmchen“ weitergefeiert.   

Von Thomas Steingen, Andrea Schrader, Christian Kunze

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27.10.2015
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