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Hat Düben zu viel gezahlt fürs Gymnasium?

Hat Düben zu viel gezahlt fürs Gymnasium?

Im Streit um das ehemalige Gymnasium in Bad Düben hat sich gestern ein vom Landgericht Leipzig beauftragter Gutachter vor Ort ein Bild von der Immobilie gemacht.

Bad Düben. Geklärt werden soll jetzt, ob die damalige Wertermittlung und damit auch der Verbilligungsabschlag, von dem Bad Düben in den 1990er Jahren finanziell profitierte, falsch waren: "Er rechnet zurück, was das Gymnasium zum Zeitpunkt des Verkaufs wert war. Damals ist man von 4,2 Millionen Mark ausgegangen", sagte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Berücksichtigt werden müsse zudem, dass die Kommune einiges investiert habe. Im Rathaus konnte der Sachverständige Unterlagen einsehen, zudem verschaffte er sich einen Eindruck von der Bausubstanz des Objektes in der Durchwehnaer Straße. Wann das Papier fertig ist, ist unklar. "Ich rechne damit, dass ein erstes Ergebnis frühestens in rund zwei Monaten vorliegt", so Münster. Danach müssten beide Parteien - die Stadt und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), welche Bad Düben verklagte - ihre Stellungnahmen abgeben, bevor das Gericht eine Entscheidung fällt.

Die Nachfolgegesellschaft der Treuhand fordert von der Kommune rund eine halbe Million Euro Strafzahlung, weil diese das Gebäude nach dem Aus des Schulbetriebes angeblich nicht wie in einem Vertrag vereinbart genutzt habe. Dieser Vorwurf, den Bad Düben stets bestritten hatte, steht noch immer im Raum. "Wir sind weiter der Meinung, dass das Gebäude viel zu hoch bewertet worden ist und dass das als Kaufpreis-Grundlage nicht hätte herangezogen werden dürfen. Danach richtet sich aber der Nachzahlungsanspruch", so die Stadtchefin weiter. Der Verlauf der seit Jahren schwelenden Auseinandersetzungen und den bisherigen Verhandlungen am Landgericht deute allerdings darauf hin, dass dieser Anspruch bestehe: "Die Höhe ist aber strittig." Einen bereits gefassten Vergleichs-Beschluss hatte die Bima abgelehnt. Demnach sollte die Stadt 210 000 Euro zahlen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.05.2015

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