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Bad Düben Nordsächsische Jäger zeigen in Pressel ihre Trophäen
Region Bad Düben Nordsächsische Jäger zeigen in Pressel ihre Trophäen
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11:09 18.03.2019
Christian Freitag (rechts) sicherte sich die Bronzemedaille und nahm diese von Mario Graß von der Rotwildhegegemeinschaft Dübener Heide entgegen. Quelle: Anke Herold
Pressel

90 Zentimeter lang, 6,5 Kilogramm schwer, 13 Enden – kurz ein Geweih, das sich sehen lassen kann. Einen Hirsch ziert der mächtige Kopfschmuck nun nicht mehr, denn das Tier wurde im September von Jäger Christian Freitag erlegt. Mit einer Gesamtpunktzahl von 188,74 sicherte er sich die Bronzemedaille und nahm diese am Samstagvormittag von dem Vorsitzenden der Rotwild Hegegemeinschaft Dübener Heide Nordsachsen Mario Graß entgegen.

Fragen zum Wildbestand erörtert

Christian Freitag schießt nicht zum Vergnügen. Hinter seiner Jagdtätigkeit steht auch der Verkauf von Wildspezialitäten. Prämiert wurde das Geweih im Rahmen der jährlichen Hegeschau. Auf der umfangreichen Programmliste stand neben einem Fachvortrag zur Raumnutzung des Rotwildes in der Glücksburger Heide und Oranienbaumer Heide auch die Auswertung der Planerfüllung vom Drei-Jahresplan 2016/19. Diskutiert wurden zu dem der Entwurf des neuen Drei-Jahresplans 2019/21 sowie Beschlussfassung zum Gruppenabschussplan 2019/21. Fragen zum Bestand des Rotwildes in der Region, die Frequentierung der Tiere in den Jagdrevieren stand neben den geplanten Abschusszahlen im Mittelpunkt der Beratung.

Hegeschau in Pressel mit Trophäen Quelle: Anke Herold

Die derzeitigen Bestandszahlen seien zufrieden stellend. Daraus resultiert nun der Gruppenabschussplan. Dieser sieht vor, dass in den nächsten drei Jahren 330 Tiere erlegt werden. Die untere Jagdbehörde Nordsachsen muss den Jahresplan bestätigen. „Den besten Überblick hat natürlich die Hegegemeinschaft. Wir bestätigen den Abschussplan hinsichtlich der Wildart und der Stückzahl, alles andere ist eine interne Regelung“, erklärt Kevin Schmidt vom Landratsamt Abteilung Jagd- und Waffenrecht.

Blick in den Trophäenkatalog

Jäger haben einen bestimmten Auftrag. In der Jagd kommt es nicht darauf an, Trophäen zu sammeln, eher steht die Regulierung des Rotwildbestandes im Focus. Die zurückliegenden Wetterkapriolen kommen auch an diesem Vormittag zur Sprache: „Sturmschäden, der heiße und trockene Sommer und der Borkenkäferbefall hat es in dieser Kombination so noch nicht gegeben“ resümiert Forstbezirksleiter Jan Glock von Sachsenforst. Die Aufarbeitung des gefallenen Holzes tangiert somit auch die Bejagung, denn das intelligente Rotwild passt sich den veränderten Umständen an. Beim Blick in den Trophäenkatalog wird deutlich, dass es sich trotzdem in der vergangenen Jagdsaison, um ein ganz normales Jahr gehandelt hat. Drei Bronzemedaillen und eine Silbermedaille zeigen einen üblichen, wenn auch sehr guten Abschusserfolg für die Jagdgemeinschaft.

Von Anke Herold

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