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Bad Düben Hitzige Debatte im Stadtrat: Awo will 60 000 Euro von der Stadt Düben
Region Bad Düben Hitzige Debatte im Stadtrat: Awo will 60 000 Euro von der Stadt Düben
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00:20 21.07.2015
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Bad Düben

Denn neben einem Zahlendreher in Verantwortung der Stadt führten Planungsungenauigkeiten dazu, dass die Awo als Träger der großen Kindertagesstätten "Spatzenhaus" und "Märchenland" bei der Betriebskostenabrechnung 2014 eine Unterdeckung von rund 60 000 Euro bei den Personalkosten entdeckte. Die machte sie nun bei der Stadt geltend. Das sorgte auch deshalb für Unmut, da sie noch im Spätherbst 2014 erklärt hatte, dass die veranschlagten Monatsraten reichen. Kämmerer Sylvio Grahle erklärte, dass die Kosten dennoch plausibel seien. So habe es gegenüber dem Jahr 2013 eine Steigerung von drei Prozent gegeben. Unmut machte sich unter den Stadträten dennoch breit, vor allem weil die Awo auch schon in den vergangenen Jahren durch hohe Planungsungenauigkeiten aufgefallen war. Nicht nur Gisbert Helbing (CDU) meinte, dass es so nicht gehe. "Ich bin verärgert." Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) kündigte eine Tiefenprüfung seitens der Stadtkämmerei bei den Kindereinrichtungen in freier Trägerschaft noch für dieses Jahr an. Werner Wartenburger (SPD) begrüßte dies ausdrücklich, forderte aber auch Kostenvergleiche mit anderen Kindereinrichtungen.

Was die Kosten pro Platz betreffe, konnte die Bürgermeisterin aber beruhigen. Bad Düben hätte mit einem von der Stadt Eilenburg übernommenen Berechnungsschema die Plausibilität schon grob prüfen können und für in Ordnung befunden. Zudem habe die Awo derzeit die geringsten Kosten pro Platz. Die Stadträte gaben im Anschluss die Gelder für die Arbeiterwohlfahrt einstimmig frei, werden gleichwohl in Zukunft noch genauer hinsehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.07.2015
Von Ilka Fischer

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