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Hochwasser: Lage entspannt sich, wird aber beobachtet

Hochwasser: Lage entspannt sich, wird aber beobachtet

Eilenburg/Zschepplin/Bad Düben. Die aktuellen Bilder aus Ostsachsen haben die Menschen in der Region tief getroffen. Zu schmerzlich sind die Erinnerungen an die Jahrhundertflut, die vor fast genau acht Jahren den Altkreis Delitzsch überrollte.

. Heftige Regenfälle hatten in den vergangenen Tagen dazu geführt, dass auch der Pegelstand der Mulde wieder bedrohlich anstieg. Seit Samstagabend galt Hochwasserwarnstufe 2. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes kontrollierten in den darauffolgenden Stunden die Deiche entlang der Mulde und des Mühlgrabens in Eilenburg. „Die Welle ist erst mal durch, der Pegel fällt", so Bernhard Voll, Leiter des Umweltamtes im Landratsamt Nordsachsen, gestern Nachmittag. Weil in den 24 Stunden zuvor so gut wie kein Niederschlag gefallen sei, könne man auch damit rechnen, „dass erst mal nichts weiter nachkommt." Er rechne damit, dass im Laufe des heutigen Tages die Stufe 1 unterschritten werde. Dennoch werde die Lage weiter beobachtet.

Im Eilenburger Stadtgebiet und auf der Bad Dübener Muldebrücke versammelten sich am gestrigen Nachmittag zahlreiche Schaulustige, um den Fluss-Lauf zu verfolgen. Das Wasser hatte sich bereits seinen Weg in die Auenlandschaft gebahnt. Radwege sind überflutet, auch die Eisenbahnunterführung an der Friedrich-Ebert-Straße ist derzeit nicht passierbar. Am Fährhaus Gruna wurde ein Hochwassertor vorsorglich geschlossen. Am Samstagabend mussten in Zschepplin Pferde von den Muldewiesen vorsorglich in Sicherheit gebracht werden. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes waren im Einsatz.

Sieben Kameraden, drei Frauen und vier Männer, des Ortsverbandes Eilenburg des Technischen Hilfswerkes sind trotzdem seit dem Wochenende im Hochwassereinsatz. Drei von ihnen waren bereits zu Pfingsten in von der Flut betroffenen Gebieten in Polen im Einsatz. Am Samstagabend verließen vier Helfer der Fachgruppe Logistik die Muldestadt. Ihr Ziel: Niesky. Gestern Nachmittag folgten weitere drei Kameraden. „Sie werden dort gemeinsam mit dem THW-Ortsverband Kamenz die Einsatzkräfte aus einer Feldküche versorgen", so THW-Chef Hans-Jörg Kamprath. Wie lange der Einsatz dauert, ist derzeit unklar. Kamprath schloss nicht aus, dass weitere Helfer angefordert werden. Die Fachgruppen Bergung und Großpumpen stünden bereit. Kathrin Kabelitz

Kathrin Kabelitz

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