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Hochwasserschutz: Finale in Wellaune

Hochwasserschutz: Finale in Wellaune

Im Bad Dübener Stadtteil Wellaune ist das Finale für den Hochwasserschutz eingeläutet worden. Die neue Flutmauer steht, die letzten Arbeiten gehen über die Bühne und die Einwohner sind froh, dass ihr kleiner Ort künftig sicher ist, wenn ein Hochwasser über die Region hereinbricht.

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Die neue Schutzmauer ist 800 Meter lang.

Quelle: Steffen Brost

Wellaune. Jedoch nicht alle - denn das Bauwerk endet abrupt, für einzelne Grundstücke besteht deshalb auch künftig die Gefahr, abzusaufen.

Zweimal innerhalb von elf Jahren standen Teile von Wellaune unter Wasser. Das dürfte an jetzt nicht mehr der Fall sein dank der neuen, 800 Meter langen Hochwasserschutzmauer. Diese beginnt am Dorfeingang aus Richtung Bad Düben kommend und führt entlang der Dorfstraße in westliche Richtung um die Wohnbebauung herum und endet dann. Zurzeit ist das Bad Dübener Unternehmen Bau- und Haustechnik mit Restarbeiten beschäftigt. In den nächsten Tagen ist die Fertigstellung der Überfahrt von der Bundesstraße 2 zur alten Ziegelei der Schwerpunkt der Arbeiten.

Dass Wellaune einen Hochwasserschutz bekommen hat, hängt mit der Lage des Dorfes zusammen. Es befindet sich in einem geplanten Überflutungsgebiet, gehört damit zum Großprojekt "Polder Löbnitz". Kommt ein Hochwasser wie 2002 und 2013, werden die Flächen, sprich die Felder gezielt überströmt, um die kleinen Ortschaften zu schützen. Doch Schutz genießen in Wellaune nicht alle Grundstücke. Cornelia Beers Gehöft, die im Dorf einen kleinen Miniladen betreibt, ist eines davon. Die Ortsvorsteherin wie ihre unmittelbaren Nachbarn laufen Gefahr, dass ihre Keller wieder absaufen könnten. "Wir haben damals bei den Planungen Widerspruch eingelegt, wollten, dass die Mauer weiter bis zum Sportplatz gebaut wird, aber sind letztlich nicht durchgekommen", erzählt sie. "Wellaune wird eingemauert, aber eben nicht vollständig." Froh ist sie dennoch, dass das Bauwerk steht, weil es andere schützt. Die Betroffenen mutmaßen, dass die Verlängerung zu teuer geworden wäre. Beer und eine Handvoll weiterer Grundstückseigentümer profitieren demnach im schlimmsten Fall nicht vom Hochwasserschutz, der künftig regulierbar sein wird. Denn tritt die Mulde irgendwann wieder einmal über ihre Ufer, soll bei Wellaune ein Wehr geöffnet werden. 15 Millionen Kubikmeter Wasser können sich dann kontrolliert auf der rund 1400 Hektar großen Polderfläche um die Ortschaften Wellaune, Schnaditz und Tiefensee ausbreiten und den Muldepegel damit bis zu 70 Zentimeter absenken. Zwei Meter tief ist die neue Mauer im Erdreich verankert, 1,40 Meter ragt sie aus dem Boden. Sie soll einem Hochwasser, das statistisch alle 100 Jahre die Region heimsuchen könnte, standhalten. Etwa 1,8 Millionen Euro sind in die Schutzmaßnahme investiert worden.

Ab Montag wird sich nunmehr das Baugeschehen allmählich in Richtung Bad Düben verlagern. Dort beginnen umfangreiche Sicherungsarbeiten an den Muldedeichen. Bis Ende Dezember sollen Spundwände in die Achsen der Dämme eingerammt werden. Die Maßnahme bietet dann Schutz für den geplanten Außendeich des "Polders Löbnitz".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.10.2013

Nico Fliegner, Steffen Brost

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