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Bad Düben Hölzerne Kunstwerke unterm Hammer: Erlös geht an Naturschutzprojekte
Region Bad Düben Hölzerne Kunstwerke unterm Hammer: Erlös geht an Naturschutzprojekte
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13:50 19.05.2015
Schauspieler Larsen Sechert versuchte als Auktionator alles, um möglichst viele Holzskulpturen unter die Leute zu bekommen. Quelle: Steffen Brost

"Wir haben Freunde und Förderer aus der Region eingeladen, die einige der Skulpturen zur Bewahrung von gefährdeten Lebensräumen und Arten unserer Heimat ersteigern sollen", so Mitzka.

Projekt Nummer eins soll 900 Euro für die Instandsetzung des Schleifbach-Wehres an der Gleinermühle einspielen. Der Mühlenteich in Söllichau, der zahlreiche Amphibien beheimatet und zugleich Angelgewässer ist, droht auszutrocknen. Projekt Nummer zwei benötigt 1500 Euro zur Überwinterung von Fledermäusen in der Heide. Die nutzen oft Bergkeller und Bunkeranlagen als Unterschlupf. Der Bergkeller in Bad Schmiedeberg soll dafür besser ausgestattet werden. 400 Euro sind für Projekt Nummer drei avisiert. Die Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz braucht Präsentationstechnik. "Wir planen den Kauf eines Beamers. Gerade haben wir junge Leute gewonnen, die die Arbeit der Älteren fortführen sollen", so Koordinator Ekkehard Vollbach.

Insgesamt hatte der Verein sechs Holzskulpturen der Kettensägewett- bewerbe ins Rennen geschickt. "Wir bieten Kunstwerke wie Wasservögel, Bücherwurm, Hirschkäfer, Eule und Heidegeist an", erklärte Mitzka. Schauspieler Larsen Sechert aus Leipzig gab als Auktionator alles. Mit Witz und Geschichten versuchte er, den Leuten die hölzernen Werke schmackhaft zu machen. Für 700 Euro ging der Zuschlag für die Wasservögel und zwei kämpfende Hirschkäfer an Ines Hentschel-Lange. "Wir errichten am Gröberner See ein Ferienressort mit Blockhäusern. Die Skulpturen sind Dekoration", so die Bieterin. Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) ergatterte für 350 Euro das Kunstwerk Eulen von Oliver Leßmann aus Brandenburg: "Das kommt in den Rosengarten in Laußig als Zierobjekt". Zudem ersteigerte der Dübener Jürgen Grothe im Auftrag des Laußigers Gerald Kräger zwei Objekte. "Kraniche und Bank stehen bald an der Kräger-Mühle. Gerald konnte nicht kommen, da er mit einem Hilfstransport im moldawischen Tiraspol ist", erzählte Grothe.

Bis auf zwei Objekte konnten alle versteigert werden. Dazu wurden zwei Aquarelle von Heidemaler Wolfgang Köppe verkauft. Am Ende war die Kasse mit fast 3000 Euro gefüllt. "Damit können wir Projekte umsetzen", freute sich Mitzka.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.12.2014
Steffen Brost

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