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Bad Düben Holz ist seine große Leidenschaft
Region Bad Düben Holz ist seine große Leidenschaft
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14:40 19.05.2015
"Sich räkeln" nennt Jürgen Pisarz diese aus dem Holz eines Apfelbaumes gearbeitete Skulptur. Dieses Objekt neben vielen anderen ist in der neuen Ausstellung im Naturparkhaus zu sehen. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Zu sehen sind Aquarelle und Zeichnungen aus dem Bestand der Diezer städtischen Kunstsammlungen sowie bildhauerische Unikate des Bad Dübener Künstlers Jürgen Pisarz.

"Der Kontakt zu den Diezer Künstlern besteht schon recht lange. Ich wurde 2006 zu einer Ausstellung an die Lahn eingeladen. Die Partnerschaft vertiefte sich im Laufe der Zeit und so ist jetzt diese neue Ausstellung zustande gekommen", erzählt Jürgen Pisarz. Mitgebracht haben die Diezer eine Präsentation bunter Blüten, Blumen und Pflanzen. Dem gegenüber stehen 23 Skulpturen aller Art. Allesamt entstanden im kleinen Atelier von Jürgen Pisarz in der Steinstraße. "Die Werke haben unterschiedliche Bezüge. Deswegen kann man sie nicht abstrakt nennen. Vieles hat menschliche Hintergründe, einige auch erotische", erklärt er.

Jürgen Pisarz wurde 1952 in Eilenburg geboren. Schon als Kind entdeckte er seine Liebe zum Holz. Er schnitzte auf Wanderungen im Wald Borken und kaufte sich später ein Schnitzbuch. Nach der Schule begann er eine Berufsausbildung zum Werkzeugmaschinenbauer mit Abitur. Später folgte ein Studium der Informationstechnik in Ilmenau. Anschließend arbeitete er als Projekt- und Entwicklungsingenieur in der Prozesstechnik. 1990 machte er sich in der Elektronikbranche selbstständig, blieb jedoch immer künstlerisch tätig.

Jürgen Pisarz arbeitet grundsätzlich mit allen Holzarten, die die Natur ihm bietet. Dabei schwört er vor allem auf einheimische Materialien. "Laub- und Obstgehölze haben eine besondere Anziehungskraft für mich. Das Holz finde ich bei meinen zahlreichen Unternehmungen. Doch bevor es bearbeitet werden kann, muss es in der Regel gelagert werden. Am besten zehn Jahre. Dann lässt es sich gut verarbeiten", so der 61-Jährige. Er sieht sich von seinem Vorbild, dem rumänischen Maler und Bildhauer Constantin Brancusi, positiv beeinflusst, aber auch der Zufall und Ideen, die er nicht erklären könne, würden bei der Entstehung der Werke eine Rolle spielen.

In zahlreichen Ausstellungen waren seine Werke schon vertreten. Er kreiert ausdrucksstarke Skulpturen mit natürlicher Eleganz, geschliffen in feiner Perfektion. In seinem Atelier sind viele seiner Werke im Regal aufgereiht. Schon hier kann man die Pisarzschen Skulpturen einfach nur durchs Anschauen verinnerlichen. Sie zeichnen sich durch gerade Linien oder nach innen oder außen gewölbte Formen aus. Die Hölzer sind nur gewachst, nicht gebeizt. Sie vermitteln so die Ursprünglichkeit der Natur.

Nach einer Phase der Ideenlosigkeit steckt der Bad Dübener wieder voller Tatendrang. "Vor zwei Jahren hatte ich eine künstlerische Flaute. Aber jetzt sprießen die Gedanken und Ideen umso mehr." Mit der aktuellen Schau soll auch wieder an die blühende Partnerschaft zwischen beiden Städten in Ost und West erinnert werden. Steffen Brost

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Naturparkhauses zu sehen: Montag bis Freitag von 10 bis 16 und Samstag von 10 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.02.2014
Von Steffen Brost

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