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Bad Düben Holzerntemaschinen sind bei Pressel noch immer im Dauereinsatz
Region Bad Düben Holzerntemaschinen sind bei Pressel noch immer im Dauereinsatz
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00:33 02.05.2018
Ein Harvester bahnt sich den Weg durch die Waldflächen im Revier Wartha bei Pressel. Bis August dauern die Arbeiten an, bis alle Sturmschäden beseitigt sind. Quelle: Fotos: Steffen Brost
Pressel

Der Motor heult laut auf. Meter für Meter bahnt sich das Monster den Weg zwischen Bäumen und Sträuchern hindurch durch das Waldgebiet im Revier Wartha. Das Monster heißt Harvester und ist eine Holzerntemaschine. Die Maschinen fixieren die Bäume, fällen sie und können die Stämme entasten und für den Abtransport mit dem Forwarder ablegen. Anschließend werden die Stämme an den Waldwegen von Lkw-Zügen abgeholt.

Waldmaschinen im Dauereinsatz

Aktuell sind sind jeweils drei Harvester und Forwarder in den Wäldern rund um Pressel im Dauereinsatz. Auch zum Teil an den Wochenenden. Dann wird eine Menge des Stammholzes von den Waldwegen abgeholt und in die holzverarbeitenden Betriebe in der Region gebracht. „Deshalb gibt es zur Zeit viele Ausnahmegenehmigungen, dass die Laster auch an Sonntagen fahren dürfen, damit wir hier etwas schneller vorankommen. Aus dem Holz werden in der Industrie Spanplatten oder auch Papier gemacht. Stammholz wird zu Brettern verarbeitet. Aber auch Europaletten entstehen aus dem Material. In die Möbelindustrie geht dagegen das wenigste“, erklärt Revierleiter Jan Schmidt.

Jan Schmidt, Leiter des Revieres Wartha bei Pressel zeigt die Flächen, die nach der Beräumung der gefallenen Bäume wieder aufgeforstet werden sollen. Quelle: Steffen Brost

Orkan „Friederike“ hatte im Januar in Nordsachsens Wäldern stellenweise für radikalen Kahlschlag gesorgt. In einigen Arealen sind bis zu 70 Prozent des Baumbestandes vernichtet. Wochenlang waren die Wälder gesperrt. Die Aufräumarbeiten werden sich noch bis zum Sommer hinziehen. Auch im 1600 Hektar großen Revier Wartha von Jan Schmidt hat der Sturm für die bisher schlimmsten Folgen gesorgt. „Bei uns hat es einen Schaden von etwa 40 000 Festmeter Holz beziehungsweise fast 100 000 Bäume gegeben. Das entspricht etwa der vierfachen Menge eines normalen Jahreseinschlages. Aktuell haben wir von dem Schaden etwa 11 000 Festmeter aufgearbeitet. Ich rechne noch bis August, bis wir halbwegs fertig sind“, sagte Schmidt.

180 000 Festmeter Holz hat der Sturm gefällt

Das Forstrevier Wartha gehört zum Sachsenforst. Auch hier hat „Friederike“ einen großen Schaden hinterlassen. Hier registrierte man rund 180  000 Festmeter Holz, die umgefallen sind. Dazu kommen noch einmal 100 000 Festmeter Holz im Körperschafts- und Privatwäldern. „Wir müssen in den nächsten Jahren mit viel Augenmaß arbeiten. Denn normal sind jedes Jahr etwa 7000 Festmeter Holz, das wir einschlagen. Die Konsequenz aus dem Sturm ist, dass wir die Jahreseinschläge deutlich reduzieren werden müssen. Parallel zur Schadensbehebung haben wir mit dem Waldumbau begonnen. Mittlerweile laufen die ersten Aufforstungsarbeiten“, so Schmidt weiter. Im Revier Wartha sind Lehrlinge und Mitarbeiter damit beschäftigt rund 11 000 Douglasien zu pflanzen und eine Tonne Saatgut von der Roteiche zu verteilen. Des Weiteren wird der Kulturbau und die Zaunpflege vorangetrieben und zahlreiche Flächen in den Wäldern für eine Verjüngung vorbereitet.

Von Steffen Brost

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