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Bad Düben Hortneubau in Bad Düben ist gestartet
Region Bad Düben Hortneubau in Bad Düben ist gestartet
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17:04 08.11.2018
Mädchen und Jungen der Grund- und Oberschule greifen zum Spaten – die erste Erde für den Neubau des Bad Dübener Hortes ist bewegt. Quelle: Wolfgang Sens
Bad Düben

Nicht ein oder zwei, nein, gleich zehn Spaten steckten am Donnerstagvormittag im Boden vor der Heide-Grundschule in Bad Düben. Und es waren mal nicht Damen und Herren aus den Amtsstuben, die den offiziellen Baustart vollzogen. Sondern Mädchen und Jungen der Grund- und Oberschule, die unter dem Kommando von Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) die erste Erde für den Hort-Neubau bewegten. Eine Animation zeigt, wie der Hort einmal aussehen könnte.

Die erste Erde ist bewegt – der Bau des neuen Hortgebäudes in Bad Düben auf dem Schulcampus zwischen Oberschule und Heide-Grundschule hat begonnen.

Die Kinder machten freudestrahlend mit, gestalteten Plakate, die neben aktuellen Zeitungen, Plänen und dem Kurkatalog in der Grundstein-Hülse ihren Platz fanden, rappten ihrem Neubau ein Lied und ließen ihm selbstgedichtete Zeilen zukommen, in denen viele Namen vorkamen, die an dem Zustandekommen des Millionenprojektes ihren Anteil haben. Und wenn die Mädchen und Jungen schon mal das Mikro in der Hand haben, nutzen sie natürlich die Gunst der Stunde und nennen ihre Wünsche: Leseecke, Sportraum, Bauraum, Haustiere ....

Gestartet ist damit ein über drei Millionen Euro teures Projekt für 220 Hortkinder, dessen Beginn dann doch auf sich warten ließ. Im Februar 2017 setzte sich das Leipziger Büro Architekten & Ingenieure GmbH mit seinen Plänen in einem Wettbewerb gegen drei Mitbewerber durch. Entschieden hatte das eine elfköpfige Jury, zu der Vertreter der Verwaltung, der Oberschule, der Elternschaft, des Stadtrates und der Awo gehörten.

Zeitplan sah zunächst anders aus

Als Architekt Marco Stelzel im März den innovativen Entwurf im Stadtrat vorstellte, sah der Zeitplan noch so aus: Im Winter starten die Ausschreibungen, im April/Mai 2018 die Bauarbeiten, Einzug zum Schuljahr 2019/2020. Dann sollte es in diesem Frühjahr losgehen. Erst ließ die Prüfung der SIB auf sich warten, dann brauchte es den grünen Stempel für die Statik – erst danach konnten Ausführungsplanung und Ausschreibung erfolgen.

Ein innovativer Bau entsteht auf dem Schulcampus

Doch nun geht es los. Entstehen soll ein durch Holzkonstruktion und große Fensterflächen geprägter, zweigeschossiger Bau, der angebaut an der östliche Schul-Seite Platz für einzelne Bereiche wie Lernen, Spielen, Kreativsein und Mehrfachnutzung schafft. Das Erdgeschoss ist multifunktional nutzbar, von dort aus gelangen die Kinder in den kreativen Spielbereich und ins Grüne. Im Obergeschoss finden Ruhe- und Lernzone ihren Platz. Jedem Funktions-Bereich sind einzelne Sozial- und Sanitärräume zugeordnet.

Eigenverantwortung soll gefördert werden

So wollen die Planer einen Lerneffekt bei den Kindern erzielen und deren Eigenverantwortung fördern. Verbaut wird viel Holz. Ein Hingucker dürfte die Gestaltung der Fluchttreppen sein – eine Art Tribüne mit Treppenanlagen. Wärmepumpen- und Fotovoltaiktechnik sorgen nicht nur für ein innovatives sondern auch ökologisch stimmiges Konzept.

Einschränkungen wegen Bauarbeiten

Noch braucht es angesichts der leeren, mit Erde bedeckten Fläche wahrlich einige Fantasie, was da mal entstehen soll. Und bevor die ersten Wände hochgezogen werden, wird es dauern. „Gebäudeumriss, Fundamente ausheben, Tiefbauarbeiten“, nennt Bauamtsleiter Thomas Brandt die ersten Schritte. Bald wird deshalb ein großer Kran aufgestellt. Für die Schüler und Lehrer bedeutet dies in den nächsten zwei Jahren, dass sie mit der Baustelle leben und lernen müssen. Die Dritt- und Viertklässler werden den neuen Hort wachsen sehen, besuchen aber nicht mehr. Umso mehr Verantwortung hat ihnen Astrid Münster jetzt mit auf den Weg gegeben, nämlich mit drauf Acht zu geben, dass sich die 650 Kinder beider Schulen an alle Regeln halten, damit das Zusammenwirken mit den Bauleuten gut funktioniert.

Gefragt sind dabei auch die Eltern. Im Zuge der Arbeiten kommt es zu starken Einschränkungen. Zu beachten ist, dass die Zufahrt zur Schule über die Schmiedeberger Straße nicht mehr möglich ist, da keine Wendemöglichkeit besteht. Fußläufig erreichbar ist der Campus über die Schmiedeberger Straße.

Von Kathrin Kabelitz

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