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Bad Düben Hubertusjagd in der Dübener Heide - Gedämpfter Saisonauftakt
Region Bad Düben Hubertusjagd in der Dübener Heide - Gedämpfter Saisonauftakt
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15:15 19.05.2015
Jagdleiter Jan Glock nimmt die Strecke ab. Sie war diesmal bei der Hubertusjagd in den Wäldern zwischen Pressel und Weidenhain nicht sehr üppig. Quelle: Nico Fliegner

Doch die Ausbeute war eher dürftig: Gerademal zehn Rehe, zwei Wildschweine, darunter ein wuchtiger Keiler, zweimal Rotwild (Hirschkühe) und ein Fuchs sind geschossen worden.

"Ich hätte natürlich gern mehr Wild auf der Strecke gesehen. Aber so ist das nun mal", sagte Jan Glock, der Jagdleiter und zugleich Chef des Forstbezirkes Taura. Woran es gelegen haben könnte? Darüber lässt sich nur spekulieren. Offenbar hat sich das Wild an diesem Tag in anderen Bereichen des Heidewaldes aufgehalten. "Wir hatten auch nicht viele Sichtmeldungen unserer Schützen", so Glock. So habe sich im Laufe des Tages allmählich abgezeichnet, dass wohl wenig Wild auf der Strecke liegen würde. Die war im vorigen Jahr besser bestückt: Da lagen auf der großen Wiese drei Hirsche, vier Hirschkühe, neun Wildschweine und acht Rehe. Elfmal Rotwild, zwölf Schwarzkittel, viermal Rehwild und zwei Füchse waren die Ausbeute.

Glock zeigte sich dennoch zufrieden: Die Jagd sei gut organisiert worden und es habe keine Zwischenfälle gegeben. Positiv bewertete der Forstmann, dass die Veranstaltung im Presseler Heidewald- und Moorgebiet erneut zahlreiche Besucher angelockt hatte. Doch auch die zeigten sich verwundert ob der überschaubaren Strecke bei immerhin 100 Jägern. Einer von ihnen war Frank Jost aus Wöllnau. "Ich habe ein Stück Rehwild gesehen. Mehr nicht. Ich vermute mal, das Wild ist heute mit dem Wind gezogen. Ist aber nur meine persönliche Vermutung", betonte der 52-Jährige, der seit 33 Jahren passionierter Jäger ist wie es einst schon sein Vater war. Sein größter Erfolg sei mal ein ungerader Sechzehnender gewesen, erzählte er. Den hatte Frank Jost allerdings schon vor der Wende geschossen. Am Sonnabend blies er mit seinen Mitstreitern der Jagdhornbläsergruppe Wöllnau/Battaune das Halali - auch das ist für ihn fester Bestandteil seines Hobbys. "Ich bin mit der Jagd groß geworden. Mittlerweile ist auch mein junge Jäger."

Das Wild ist am Sonnabend vor Ort verkauft worden, der Großteil jedoch in den Wildhandel Claus in Sprotta-Siedlung gekommen. Es kann dort erworben werden. In den nächsten Wochen werden in anderen Revierbereichen des Forstbezirkes weitere Drückjagden stattfinden - etwa bis Ende Januar. Für die Mitarbeiter von Jan Glock, die als Jagdhelfer tätig sind, bedeutet das vor allem eins: kaum ein freies Wochenende. Aber vielleicht entschädigt ja dann mehr Wild auf der Strecke für die Einsätze.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2013
Nico Fliegner

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