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Hühnerfarm bei Laußig: Drei Einwände

Hühnerfarm bei Laußig: Drei Einwände

Pristäblich. Die Frist ist abgelaufen. Bis zum Donnerstag konnten Kommunen, Vereine und Bürger Stellungnahmen zur umstrittenen Junghennenaufzuchtanlage in Pristäblich bei der Landkreisbehörde einreichen.

. Wie das zuständige Umweltamt mitteilte, haben nur wenige davon Gebrauch gemacht. „Es gingen drei Stellungnahmen fristgemäß ein", konstatierte Bernhard Voll, Leiter des Umweltamtes. Danach seien eine Stellungnahme von einer Kommune und eine weitere von einer Umweltorganisation sowie eine Sammelstellungnahme von mehreren Bürgen eingereicht worden. Details wurden nicht bekannt.

Nach Informationen dieser Zeitung wollte sich aber die Stadt Bad Düben zu dem Bauvorhaben äußern. Ebenso machte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Sachsen davon Gebrauch. Die Umweltorganisation schießt seit Wochen gegen die Pläne der Alfra in Mockrehna, sammelt in der Region Unterschriften, die Landrat Michael Czupalla (CDU) übergeben werden sollen. Der BUND „erwartet nach intensiver Prüfung der Unterlagen, dass die beantragte Anlage nicht genehmigt wird". Das Landratsamt könne laut des BUND-Vorsitzenden Hans-Udo Weiland „die Massentierhaltung auf Kirchengelände wegen schwerwiegender Verstöße gegen Tierschutzrecht, gegen Baurecht, gegen den Boden- und Grundwasserschutz sowie gegen den Brandschutz nicht genehmigen". Die landwirtschaftlichen Flächen in der Umgebung von Pristäblich bis nach Bad Düben und in den Naturpark hinein würden „mit kontaminiertem, stinkendem Hühnermist und Tonnen von Reinigungsabwässern mit Desinfektionsmitteln verseucht". Laut BUND müsse dies „alles vermieden" werden. „Der Profit einzelner darf nicht die Gesundheit und die wirtschaftliche Entwicklung einer Region ruinieren. Wenn sich erst einmal rumgesprochen hat, dass die Kurstadt Bad Düben, eingekeilt zwischen Schweinmast- Hühnermast- und Biogasanlagen, mehr Gestank als gesunde Heideluft zu bieten hat, ist der sich langsam entwickelnde sanfte Tourismus in großer Gefahr."

Nach Angaben des Umweltamtes werde nunmehr mit dem Antragsteller versucht, die eingegangenen Einwände in das Verfahren einzubeziehen. Anfang Juni wird es einen Erörterungstermin dazu geben. Dabei könne sich dann jeder „Einwänder" persönlich zu seinen Fragen beziehungsweise Einwendungen zu Wort melden.

Nico Fliegner

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