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Bad Düben "Ich bin mir sicher, dass Bio eine Zukunft hat"
Region Bad Düben "Ich bin mir sicher, dass Bio eine Zukunft hat"
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14:31 19.05.2015
Roland Einsiedel, Vorsitzender der Sigöl, eröffnete gestern im Saal des Heide Spa den 49. Fortbildungskurs Ökologischer Landbau zum Thema Boden-Pflanze-Tier-Boden. Quelle: Steffen Brost

Dabei blickte er zurück auf 24 Jahre Ökologischer Landbau in der Region. Seit dieser Zeit wirbt er vom kleinen Heidedorf Kossa aus für den umweltbewussten Landbau im Osten Deutschlands. Was damals mit 200 Leuten begann, ist heute zu einer festen Institution bei Ökobauern, Landwirten, Beratern und Verbrauchern geworden. Im Durchschnitt kommen jährlich bis zu 150 Interessierte zu seinem Fortbildungskurs, zu denen er Experten aus ganz Europa verpflichtet. Auch diesmal fanden weit über 100 Teilnehmer den Weg ins Heide Spa. Vorträge wie "Die EU macht alles neu: Was kommt bei Saatgut-Recht, Gentechnik und EU-Öko-Verordnung auf uns zu?", der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im ökologischen Landbau und andere Themen standen auf der Tagesordnung.

Seit vielen Jahren ist der Nordsachse Dirk Barthel Stammgast dieser Veranstaltung. Er ist Ökobauer in Greudnitz bei Torgau, hat sich auf Mutterkuhhaltung mit Schlachtung und Vermarktung spezialisiert. Außerdem stellt er Biosaatgut her, widmet sich Bienenweiden und betreibt Futtermittelanbau. 2008 übernahm Barthel den elterlichen Betrieb. Bereits 2001 wurde dieser auf Öko umgestellt. "Meine Abnehmer sind Biogroßmärkte in der Region und in Leipzig. Auch in Bad Düben, im Reformhaus Sonntag, gibt es meine Produkte, darunter Fleisch- und Wurstwaren ohne jegliche Chemie. Ich bin mir sicher, dass Bio eine Zukunft hat. Wir wachsen zweistellig und der Bedarf steigt stetig weiter an", ist Barthel mit den Zahlen zufrieden.

Die Sigöl sieht sich mittlerweile nicht nur als Veranstalter solcher Fortbildungskurse. Sie bildet auch aus und qualifiziert. Seit März 1990 hat Einsiedel insgesamt 49 Fortbildungskurse mit über 5000 Teilnehmern und hochkarätigen Referenten gemeistert. Außerdem war die Sigöl auf über 600 Festen mit Öko-Verkaufs- und Präsentationsständen vertreten. Und trotzdem sieht der Experte nach wie vor Nachholebedarf in Sachen Öko-Landbau. Zwar käme die Branche in Sachsen voran, aber in anderen Bundesländern wie Brandenburg oder Sachsen-Anhalt beispielsweise sei der Anteil ökologisch wirtschaftender Betriebe viel höher als hier. Sachsen rangiere immer noch weit hinten. Im Vergleich steht Nordsachsen jedoch viel besser als andere Regionen im Freistaat da. Hier gibt es aktuell 60 Öko-Betriebe. "Damit kann man schon zufrieden sein. Territorial ist die Gemeinde Laußig vorn dabei. Denn hier arbeiten insgesamt acht Biohöfe erfolgreich am Markt", weiß Einsiedel und freut sich bereits auf den Jubiläumskurs, den 50., am 6. November in Schwemsal.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2014
Kasel, Beatrice

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