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Bad Düben "Ich hab Bock auf Bad Düben": Kurstadt plant Werbe-Offensive
Region Bad Düben "Ich hab Bock auf Bad Düben": Kurstadt plant Werbe-Offensive
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00:30 24.05.2015
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Bad Düben

"Ideen, was man alles machen kann, sind vorgestellt, Ende Mai/Anfang Juni sollen die ersten Ergebnisse präsentiert werden", sagt Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG).

Zu viel soll natürlich noch nicht verraten werden, aber eines ließ Münster mit einem gewissen Augenzwinkern bereits durchsickern: "Wir wollen das Ganze unter die Überschrift stellen: Ich hab Bock auf Bad Düben." Namensgeber sind damit gewissermaßen die beiden Ziegenböcke mit den vergoldeten Hörnern, die seit 25. Mai 2002 auf dem Rathausturm zu jeder vollen Stunde aus dem Turm unterhalb des Ziffernblattes herausstürmen, um mit den Hörnern beim Klang der Glocke zusammenzustoßen. Wiederfinden soll sich der Schriftzug auf allen nur denkbaren Artikeln, die Auswärtige als Erinnerungsstück aus der Kurstadt mit in die Ferne nehmen: Schirme, ökologische Taschen - beispielsweise. "Trinkflaschen, Funktions-Shirts, Regenponcho", nennt Münster weitere Artikel, die speziell Wanderer oder Radfahrer, die in der Dübener Heide unterwegs sind, ansprechen sollen. Das alles soll in einem Outfit rüberkommen, das auch die Jugend anspricht und mit einem lässigen, auf Bad Düben zutreffenden Spruch versehen ist: "Wir wollen nichts Abgeklatschtes haben." Mit einem gewissen Augenzwinkern solle Bad Düben als Kleinstadt hervorgehoben werden, "wir wollen auch unseren Humor zeigen." In der Touristinfo sowie bei Partnern, die sich beteiligen wollen, sind diese Artikel erhältlich.

Ziel sei es, den Schwung aus den Feiern zum 100-jährigen Kurjubiläum und dem Kampf um den Bestand des Kurstadt-Status mitzunehmen und die Stadt in der Außenwirkung besser darzustellen. "Wir haben aber auch immer wieder Anfragen von Gästen, die gezielt nach Ansteck-Pins oder ähnlichem fragen", macht Münster deutlich. "Wir werden vorsichtig anfangen, um zu sehen, wie das Ganze ankommt." Natürlich sei dies auch als Innenmarketing für die Stadt selbst zu sehen. "Ich kann mir vorstellen, dass zum Beispiel eine Trinkflasche mit dem Schriftzug auch ein gutes Geschenk für ein Schulkind ist, ebenso eine coole Laptop-Tasche." Nicht nur die Gäste sollen Bock auf die Stadt haben, sondern die Einwohner auch.

Eines aber schließt Münster schon jetzt aus. Es gehe nicht darum, analog touristisch bekannter Slogans wie "I love Berlin" nachzuziehen "Wir wollen unser eigenes Merchandising-Konzept umsetzen." Bewusst habe man sich für eine in der Region ansässige Firma entschieden: "Die versteht, wie wir ticken."

Vorbereitet wird zudem ein neuer Internet-Auftritt der Stadt, der im Tourismus-Bereich einen Relaunch erfahren und in technischen Parametern verbessert werden soll. Der Eilenburger Webmaster Carsten Lippert und die Touristinformation wirken dabei zusammen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.05.2015
Von Kathrin Kabelitz

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