Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Ideen für seniorengerechte Wohnanlagen: Gemeinde stellt Ergebnisbericht vor
Region Bad Düben Ideen für seniorengerechte Wohnanlagen: Gemeinde stellt Ergebnisbericht vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:22 19.05.2015
Aus dem Gemeindeamt in Laußig könnte perspektivisch eine seniorengerechte Wohnanlage werden. Quelle: Nico Fliegner

Vier konkrete Projekte will Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) nunmehr weiter verfolgen. Sie alle stehen bislang nur auf dem Papier, der entsprechende Aktenordner misst etliche Zentimeter Stärke.

Das wohl innovativste Vorhaben ist der Heide-Wohnhof - eine Seniorenanlage mitten auf dem Land, in der die Menschen zusammen ihren Lebensabend verbringen. Die Idee für das Projekt entstand im Ergebnis der in den Vorjahren durchgeführten Demografiestudie in der Gemeinde, in deren Rahmen auch eine Bürgerbefragung in allen Ortsteilen durchgeführt wurde. "Wir haben jetzt 13 Objekte auf Tauglichkeit untersucht", erzählt der Bürgermeister. Dabei handelte es sich um Gehöfte, unter anderem in Authausen und Pressel. Doch der Großteil habe sich als nicht geeignet erwiesen. Letztlich müsse solch ein Senioren-Wohnhof "bestimmte bauliche Grundvoraussetzungen" mitbringen. Ein potenziell infrage kommendes Objekt sollte nach umfangreicher Sanierung für eine fünf bis zehn Leute umfassende Wohngruppe ausreichend Platz haben, sodass jeder eine separate Wohnung hat und es Räume für Gemeinschaftsaktivitäten gibt. Denn der Gemeinschaftsgedanke ist die Kernidee des Projektes: Jeder bringt sich in die Wohngemeinschaft mit seinen Fähigkeiten ein. "Ein Objekt haben wir jetzt ins Auge gefasst", so der Bürgermeister, ohne Details vorab zu verraten. Denn nächsten Dienstag kommt die Projektgruppe das nächste Mal zusammen und will den aktuellen Arbeitsstand vorstellen. Schneider wolle den Ergebnissen der Heide-Service-Genossenschaft Laußig nicht vorgreifen.

Drei andere Vorhaben sollen indes direkt in Laußig umgesetzt werden - eines von der Wohnstätten GmbH, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Gemeinde, das Eigentümer der Wohnungen im Dorf ist. "Uns schwebt vor, die Eingänge eines Wohnblocks in der Dübener Straße barrierefrei umzubauen", so Schneider. Er müsse dies jedoch mit dem Aufsichtsrat von Wohnstätten besprechen, insbesondere den Investitionsaufwand. Eine Förderung könnte es geben, die ersten Grundrisse liegen bereits vor.

Eine weitere Idee hat Schneider mit dem jetzigen Gemeindeamt. Da die Verwaltung in das Ländliche Bürgerzentrum umziehen wird, hat die Kommune zwei Optionen: die Immobilie verkaufen oder anderweitig nutzen. Schneider schwebt vor, daraus eine seniorengerechte Wohnanlage zu machen. Das Haus liegt zentral im Dorf, Arzt und Apotheke sind um die Ecke, zum Bäcker und ehemals Konsum ist es nicht weit. Das Objekt müsste entsprechend umgebaut werden - einen Bedarf gebe es im Dorf.

Der könnte auch mit dem vierten Vorhaben gedeckt werden - auf dem Gelände der ehemaligen Kita mit den typischen DDR-Barackenbauten, die derzeit leer stehen, will ein Investor für fünf Millionen Euro eine Seniorenwohnanlage bauen, etwa 50 Plätze sollen entstehen. Doch die Pläne sind in den vergangenen Monaten nicht intensiv verfolgt worden, wobei das Interesse des Investors nach wie vor besteht. Spätestens bis Jahresende soll konkret feststehen, was letztlich mit dem Standort passiert, zumal es auch potenzielle Interessenten aus dem regionalen Wohlfahrtsbereich gibt, die sich vorstellen könnten, die neue Seniorenanlage zu betreiben.

Doch zunächst mal wird es nächsten Dienstag um den Heide-Wohnhof gehen. Im Ländlichen Bürgerzentrum werden die Projektmanager ihren Bericht vorlegen und Schneider selbst will einen Ausblick geben, wie es dann weiter gehen wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.06.2014
Von Nico Fliegner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Laußig. Friedhöfe sind meistens schlicht angelegt und gestaltet. Außer Gräbern gibt es nicht viel mehr ringsherum, die Pflege ist aufwendig, das Notdürftige wird vielerorts gemacht - oftmals aus Kostengründen.

19.05.2015

Es hat sich bereits zu einer schönen Tradition entwickelt, dass bei verschiedenen Sommerveranstaltungen in der Dübener Heide Gastauftritte der Kinder von Saschirje zu erleben sind.

19.05.2015

Werner Stärtzel ist ein Mann der ersten Stunde - und das in vielerlei Hinsicht. Er hat in jungen Jahren ein Institut für Arbeitsschutz im Bauwesen in Berlin aufgebaut, war mit der Aus- und Weiterbildung von Ingenieuren in Ägypten eine Zeitlang beschäftigt, hat ein weiteres Institut in Bagdad und das Heide Spa in Bad Düben als erster Kurdirektor aus der Taufe gehoben.

19.05.2015
Anzeige