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Bad Düben Im Bad Dübener Windmühlenweg gilt jetzt rechts vor links – nicht alle haben es gemerkt
Region Bad Düben Im Bad Dübener Windmühlenweg gilt jetzt rechts vor links – nicht alle haben es gemerkt
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06:00 18.11.2016
Im Windmühlenweg gilt jetzt Tempo 30 und rechts vor links. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Seit Mitte Oktober rollen die Fahrzeuge auf dem grundhaft ausgebauten Windmühlenweg in Bad Düben. Seit einem Monat haben damit auch alle, die hier mit Fahrzeug, Rad oder zu Fuß unterwegs sind, mit veränderten Verkehrsregelungen zu tun. Die Anlieger hatten sich noch vor Baubeginn im Jahre 2015 bei einer Anliegerversammlung für die Beschilderung des Windmühlenweges als Tempo-30-Zone ausgesprochen. Da sich nördlich davon ein Wohngebiet mit reinem Anliegerverkehr anschließt, wurde die Tempo-30-Zone dort hinein ausgedehnt. In der Brunnenstraße südlich des Windmühlenweges galt Tempo 30 schon zuvor. Damit ist nun das gesamte Siedlungsgebiet, das von Windmühlenweg, Gustav-Adolf-Straße und Bad Schmiedeberger Straße umsäumt wird, eine Tempo-30-Zone. Etliche Straßenschilder wurden damit überflüssig, da in einem solchen Bereich automatisch die Vorfahrtsregelung rechts vor links gilt.

Viele achten nicht auf den Verkehr von rechts

„Doch leider“, so fasst Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) die bisher vor Ort gemachten Erfahrungen zusammen, haben das etliche Verkehrsteilnehmer noch nicht verinnerlicht.“ Insbesondere Radfahrer würden richtig schnell unterwegs sein, den von rechts kommenden Fahrzeugen die Vorfahrt nehmen. Auch Autofahrer, die auf dem Windmühlenweg in Richtung Gustav-Adolf-Straße unterwegs sind, sei mitunter offensichtlich nicht bewusst, dass Fahrzeuge, die aus der Kohlhaasstraße auf den Windmühlenweg biegen wollen, jetzt die Vorfahrt haben.

An Kreuzungen mit besonderer Vorsicht ranfahren

Diese Einschätzung teilt auch die Polizei. Polizeihauptmeisterin Vicky Schäfer vom Bad Dübener Polizeiposten. Sie rät deshalb zu erhöhter Aufmerksamkeit in dem Wohngebiet. „Durch die Macht der Gewohnheit der letzten Jahre haben Verkehrsteilnehmer diese neue Regelung wohl noch nicht mitbekommen oder sie denken einfach nicht daran. Wir empfehlen allen, in diesem Bereich mit Vorsicht an die Kreuzungen heranzufahren, um Unfälle zu vermeiden“, so die Polizeihauptmeisterin.

Anwohner hätten sich bessere Ankündigung gewünscht

Dass man das Ganze durchaus besser hätte ankündigen können, meint Anwohnerin Evelin Cedel aus der Kohlhaasstraße. Prinzipiell findet sie die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h aber eine gute Sache. „Hier sind viel ältere Menschen unterwegs, die oft auch auf der Straße laufen, weil die Fußwege in Teilbereichen sehr schlecht sind. Die neue Vorfahrtsregelung“, so führt sie weiter aus, „ist schon Gewohnheitssache. Da muss man, bis sich alle daran gewöhnt haben, jetzt eben erst einmal höllisch aufpassen.“ Auch Andreas Lippold findet die neue Regelung gut. „Der Schilderwald wurde gelichtet. Eine gute Sache.“ Alles andere sei reine Gewohnheitssache und werde sich einspielen. „Aber“, so ihre Schlussfolgerung, „man sollte nicht nur selbst aufpassen, sondern auch die Unaufmerksamkeit der anderen, die vielleicht nicht an die Vorfahrtsregelung denken, einplanen.“

Von Ilka Fischer und Steffen Brost

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