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Imposante "Ernte": Jäger beraten über Abschusspläne in der Dübener Heide

Imposante "Ernte": Jäger beraten über Abschusspläne in der Dübener Heide

Etliche Besucher konnte Forstdirektor Martin Plessow bei der Hegeschau der Rotwildhegegemeinschaft Nordsachsen - Dübener Heide am Wochenende im Authausener Bürgerhaus begrüßen.

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Ulrich Schubert zeigt bei der Hegeschau im Authausener Bürgerhaus seiner neunjährigen Enkelin Vanessa die ausgestellten Trophäen.

Quelle: Steffen Brost

Authausen. Einmal im Jahr treffen sich die Jäger und ziehen Bilanz über Abschusspläne, Planerfüllung und Jahresstrecken. Diesmal stand die Bilanz der vergangenen drei Jahre auf der Tagesordnung. Und die konnte sich sehen lassen.

"Im zurückliegenden Zeitraum konnten wir rund 750 Stück Rotwild zur Strecke bringen. Das ist als sehr gut einzuschätzen", informierte Plessow. Seit der Wende sind die Abschüsse um das 2,5-fache gesteigert worden. Der Grund: Der Wildbestand ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen, was die hohe Abschussquote rechtfertigt. "Wir sind schrittweise mit den Abschussplänen nach oben gegangen. Bei den aktuellen Zahlen wird sich das in der Zukunft jedoch einpegeln. Trotz dieser Zahlen werden wir das Rotwild weiterhin mit Augenmaß schießen. Dadurch wird sich der Wildbestand nicht dezimieren", erklärte Plessow.

Anhand von Diagrammen an der Wand konnte man verfolgen, wie der Bestand von Rotwild zugenommen hat. 1991 kam man auf 100 Stück Rotwild auf der Jahresstrecke. In den vergangenen Jahren kletterten die Zahlen stetig nach oben bis auf 250 Stück. Ein Zeichen, dass sich in den Wäldern mehr als doppelt soviel Rotwild befindet als noch vor 20 Jahren.

Erfolgreich war auch die Trophäenschau. Forstbezirksleiter Jan Glock konnte den Teilnehmern eine imposante "Ernte" vorstellen. "Es ist eine sehr erfreuliche Bilanz. Wir blicken auf ein erfolgreiches Jagdjahr mit so vielen Medaillenhirschen wie nie zuvor zurück. Ein Beleg dafür, dass wir starke und stabile Populationen in unseren Wäldern haben", sagte Glock. Der Experte gab Informationen zu Abschuss und Schützen. Anschließend wurden eine Gold-, neun Silber- und fünf Bronzemedaillen überreicht. "Die Bewertung erfolgt durch Punkte. Dabei spielen unter anderem die Länge der Stangen, die Masse des Geweihs und die Zahl der Enden eine Rolle. Kommen am Ende mehr als 210 Punkte zusammen, ist es ein Goldhirsch. Ab 190 Punkte gibt es Silber und ab 170 Punkte Bronze", erklärte Plessow das Prozedere.

Erfreut war auch die jüngste Teilnehmerin der Hegeschau. Gerade mal neun Jahre jung begleitete Vanessa Reichelt ihren Opa Ulrich Schubert zur Hegeschau. "Ich bin seit 35 Jahren Hobbyjäger. Mein Revier ist in Roitzsch", sagte der Krostitzer. Zu einem der Medaillenhirsche hatte sein letzter Abschuss nicht gereicht. "Aber vielleicht klappt es im nächsten Jagdjahr", erzählte er. Auch Udo Nebel, ehemaliger Forstamtsleiter in Doberschütz, freute sich angesichts dieser guten Ergebnisse. "Zu meinen Zeiten war solch eine Bilanz selten", so Nebel.

Der Pensionär regte bereits 1998 an, aufgrund der Schalenwildverordnung eine Hegegemeinschaft zu gründen. Diese erstreckt sich auf die vier Hegebereiche Bund, Land, Pressel und Dommitzsch. Die Hegegemeinschaft dient der überregionalen Bewirtschaftung einer bestimmten Wildart. Die Hegegemeinschaft stellt einen privatrechtlichen Zusammenschluss der Jagdausübungsberechtigten und Vertretern der Forstämter dar, deren Jagdflächen im Gebiet der zu bewirtschaftenden Wildart liegt.

Die Rotwildhegegemeinschaft Nordsachsen - Dübener Heide besteht aus fünf regionalen Bereichen, welche auch als sogenannte Hegebereiche bezeichnet werden. Diese bilden der Verwaltungsjagdbezirk des Forstbezirkes Taura, das Bundesforstamt Westsachsen, der Hegebereich Dommitzsch und der Hegebereich Pressel. Die Gesamtfläche umfasst eine Größe von über 37.500 Hektar und wird begrenzt von Elbe und Mulde sowie Bundesstraße 87.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.03.2013

Steffen Brost

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