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In Bad Dübens Baderstraße geht es bald anders herum

Richtungswechsel In Bad Dübens Baderstraße geht es bald anders herum

Ab Mitte Mai müssen sich Anwohner der Baderstraße in Bad Düben auf Veränderungen einstellen. Die Stadt hat vor, die Einbahnstraßen-Regelung zu ändern und die Fahrtrichtung zu drehen. Grund ist der Verlauf des Torgischen Radweges. Bei Anwohnern stößt dieses Vorhaben auf Kritik.

Für Fußgänger könnte es in der Rechtskurve in der Baderstraße bald eng werden. Denn ab Mitte Mai wird die Fahrtrichtung geändert.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Ab Mitte Mai müssen sich Anwohner der Baderstraße in Bad Düben auf Veränderungen einstellen. Die Stadt hat vor, die Einbahnstraßen-Regelung zu ändern und die Fahrtrichtung zu drehen. Grund ist der Verlauf des Torgischen Radweges. Der verläuft über 67,2 Kilometer von Delitzsch über Bad Düben bis nach Torgau. „Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat ein Konzept zur Überarbeitung des Touristischen Hauptnetzes der Radwege in Sachsen in Auftrag gegeben. Dabei ist auch der Torgische Radweg ein wesentlicher Punkt“, sagte die Sachbearbeiterin Straßenbaubehörde und Grünanlagen im Bad Dübener Rathaus, Astrid Seydewitz. Derzeit verläuft der Radweg vom Naturparkhaus kommend über Anger, Kirch-, Gartenstraße bis in Höhe Supermarkt in der Dommitzscher Straße, wo er in den Waldhofweg einmündet und weiter in Richtung Authausen geht. Im Zuge der Überprüfung der Route suchte man einen attraktiveren Verlauf der West-Ost-Strecke. Und der wurde mit der Verlegung gefunden. Somit geht es künftig am Paradeplatz entlang in Richtung Dommitzscher Straße und weiter auf der alten Route. „Hintergrund dieser Untersuchung war, das man für solche und andere Wege attraktive Wege durch Ortschaften und Städte wollte. Sie sollten an Sehenswürdigkeiten entlangführen und Möglichkeit zur Einkehr in Gasthäuser geben“, so Seydewitz weiter.

Bereits im Rahmen des Erweiterungsbaus am Pflegeheim der Awo wurde die Fahrtrichtung in der Baderstraße vor einem halben Jahr vorübergehend gedreht. Diese Variante wurde jetzt als dauerhafte Lösung ins Auge gefasst. „Dem Stadtrat wurde dies vorgestellt und dieser hat sich in Abwägung des Für und Wider zu Gunsten eines attraktiveren Streckenverlaufes durch die Innenstadt für die Änderung der Fahrtrichtung entschieden. Wir rechnen damit, das wir in den nächsten Wochen die verkehrsrechtliche Anordnung bekommen und alles vorbereiten können“, plant Seydewitz.

Doch nicht alle Anlieger sind einverstanden. Sie bemängeln vor allem die fehlende Kommunikation im Vorfeld. „Ich habe es aus der Zeitung erfahren. Und erst als wir uns ans Rathaus gewandt haben, haben wir und andere Anlieger einen Brief erhalten. Für mich sprechen drei Punkte gegen den Richtungswechsel: Die Auffahrt aus Richtung Kirch- in die Baderstraße ist unübersichtlich, die Fahrzeuge werden in der einen Rechtskurve in der Baderstraße den Fußweg schneiden und drittens wird der Anger deutlich mehr Verkehr haben als bisher“, nannte Annett Mazanec ihre Gründe. Damit rechnet auch Ingo Prophet vom Sport- und Laufladen. „In der Zeit, als die Regelung galt, haben wir einen deutlichen Zuwachs an Fahrzeugen registriert. Und die sind oft mit mehr als 30 Sachen unterwegs. Viele werden die Route als Abkürzung nutzen“, kritisiert Prophet. Mangelnde Absprache spricht auch Sabine Jörke aus dem Reisebüro an. „Das ist nicht durchdacht. Das letzte Stück in der Baderstraße ist die Zulaufachse zur Kurpromenade. Und da kommen einem die Autos entgegen. Das finde ich nicht gut. Außerdem fahren die meisten Radfahrer sowieso in beide Richtungen. Daran wird sich nichts ändern. Man hätte mit uns vorher reden können und nicht erst, wenn schon alles beschlossen ist“, so Jörke. Gunter Apitzsch dagegen kann dem Richtungswechsel etwas positives abgewinnen: „Ich wohne dort und muss jetzt nicht erst durch die ganze Stadt fahren, um an unser Grundstück zu kommen“.

Von Steffen Brost

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