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In Kossa gibt's bald Englisch-Unterricht

In Kossa gibt's bald Englisch-Unterricht

Heute ist der Auftakt für die neue LVZ-Sommer-Serie "Kinder, Kinder ..." In sieben Teilen wollen wir die Kindergärten in Bad Düben und der Gemeinde Laußig näher vorstellen.

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Spaziergang: Schon früher ging es für die Kinder auf große Erkundungstour durch das Dorf.

Quelle: Steffen Brost

Kossa. Heute: das Kinderhaus Am Regenbogen in Kossa, das Donnerstag das 50-jährige Bestehen feiert.

Lang ist es her, als sich die Türen der Kindereinrichtung zum ersten Mal öffneten. Keine der heute vier Erzieherinnen waren damals schon dabei. Einige sogar noch gar nicht geboren.

Das eingeschossige Mehrzweckgebäude war ein DDR-Standardbau mit einer Sozialstation in der Mitte sowie Kinderkrippe links und Kindergarten rechts. An diese Zeit kann sich der Kossaer Bodo Negendank noch gut erinnern. "Meine beiden Kinder sind damals dorthin gegangen. Sie haben sich immer wohl gefühlt. Ich selber kenne die Einrichtung nur als Papa. Selber war ich in Kossa in einer anderen Einrichtung."

Bevor das Gebäude in der Falkenberger Straße Anfang der 1960er-Jahre entstand, waren die Kinder in der Hauptstraße in Richtung Falkenberg untergebracht. "Ich kann mich noch gut erinnern, dass es für mich jeden Sommer ein kleiner Höhepunkt war, wenn wir unsere Mittagsruhe im großen Pavillon machen durften", erzählt Negendank. Die Sozialstation in der Falkenberger Straße gibt es heute nicht mehr. Doch sonst ist vieles gleich geblieben - nur eben viel moderner.

Die 35 Mädchen und Jungen kommen gern in ihr Kinderhaus. So auch Sinya Germer und ihre Freundin Lena Mieth. "Hier gibt es jeden Tag viel zu erleben und die Erzieher unternehmen viel mit uns", erzählt Sinya.

Das Angebot ist vielfältig. Seit März läuft ein Projekt, bei dem Bewegung zur Musik im Vordergrund steht. Die Erzieher wurden dafür speziell geschult. Jede Woche wird an einem Tag getanzt. Unterstützung bekommen die Kossaer Erzieher dabei von Musikpädagogin Ulrike Uhle-Wettler aus Bad Düben. "Im Vordergrund meiner Arbeit steht das Rhythmusgefühl. Das sollen die Kinder langsam entdecken", so Ulrike Uhle-Wettler.

Seit vier Jahren gehört auch Annett Jüttner zum Erzieherteam. Sie ist ausgebildete Heimerzieherin und war früher in einem Kinderheim in Sachsen-Anhalt beschäftigt. "Dort habe ich viele Jahre mit straffällig gewordenen Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Der Wechsel nach Kossa war ein neuer Abschnitt, den ich bis heute nicht bereue. Die Mädchen und Jungen sind so dankbar", erzählt Annett Jüttner.

"Wir machen Familiennachmittage, Fasching, Frühlingsfest, Ostern, Weihnachten, Kartoffelfest und lassen Drachen steigen. Das ist aber nur eine kleine Auswahl unserer wechselnden Angebote", sagt Kita-Leiterin Silvana Klugmann. Aktuell schwören die Knirpse auf Naturprojekte. Dafür haben sich die Erzieher den Öko-Experten Roland Einsiedel, der nicht weit von der Kita wohnt, ins Boot geholt. Der Naturfreund organisiert Exkursionen in die Dübener Heide, erklärt Kräuter und Tiere und betreut mit den Kindern einen kleinen Garten. "Für die Zukunft planen wir ein Projekt mit unseren Krippenkindern. Wenn die Kinder zweieinhalb Jahre alt sind, wollen wir mit einem speziellen Englischkurs beginnen. Ein Vati hat sich bereit erklärt, das zu machen", sagt Silvana Klugmann.

Doch bevor die erste Lektion beginnt, wird erst einmal ordentlich das 50. Jubiläum gefeiert. Nach einem Wandertag am Montag standen Dienstag die Bewegung und der Sport im Vordergrund. Am Mittwoch sind die Senioren zu Gast und Donnerstag Nachmittag steigt ein bunter Festtag mit der Aufführung der Vogelhochzeit. Mit einem Gesundheitstag und Kino endet die Festwoche im Kinderhaus Am Regenbogen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.07.2013

Steffen Brost

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