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Bad Düben Intermezzo in Gossa beendet – Maler Tüpke kehrt nach Bad Düben zurück
Region Bad Düben Intermezzo in Gossa beendet – Maler Tüpke kehrt nach Bad Düben zurück
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06:00 23.11.2016
Andreas Tüpke vor seinem letzten Domizil in Gossa. Jetzt ist der Maler wieder in Bad Düben zurück.
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Bad Düben

Alles wieder auf Anfang. Für Maler Andreas Tüpke ist gerade mal wieder die Welt zusammengebrochen. Denn nach seinem Ausflug ins anhaltische Gossa in der Dübener Heide ist der Kurstädter wieder zurück. Unüberbrückbare Differenzen nannte Tüpke als Grund seiner Rückkehr, wollte aber auf näheres nicht eingehen.

Und dabei hatte alles so gut begonnen. Im alten Kindergarten von Gossa eröffnete er vor genau einem Jahr seine neue Galerie. Er fand in Besitzer Eckehardt Heilemann aus Schlaitz einen Unterstützer und Gönner. In den Räumen der ehemaligen Kindereinrichtung hatte Tüpke viel Platz. Es gab einen kleinen Privatraum für den Maler, einen großen Galerieraum und ein kleines Künstlercafé. Hier wollte der 55-Jährige seinen Seelenfrieden endlich finden. Denn die monatelange Ungewissheit um seine Zukunft stand dem Maler ins Gesicht geschrieben. In der Kurstadt fühlte sichTüpke nicht mehr verstanden. Der Maler hatte bis April 2015 seine Galerie am Markt 18 in Bad Düben.

Dort musste er raus, weil das Gebäude verkauft wurde. Mit dem neuen Besitzer wurde sich Tüpke nicht über die Miete einig. Lange suchte er eine neue Bleibe. Man bot ihm schließlich übergangsweise die Lounge im Naturparkhaus an. Doch auch hier waren seine Tage gezählt. Viele Versuche sich ein neues Objekt im Innenstadtbereich zu finden scheiterten. Tüpke selbst zog die Reißleine und ging nach Gossa. Einige Monate verstanden sich die beiden Männer gut.

Ich bin Maler und kein Maurer

Doch irgendwann wuchs Tüpke die Arbeit über den Kopf. „Ich bin Maler und kein Maurer“, sagte Tüpke und zog erneut die Reißleine. Er packte seine Siebensachen samt Gemälde und kam nach Bad Düben zurück. Hier versuchte er sofort wieder Fuß zu fassen. „Die Bürgermeisterin unterstützte bot mir einen Platz im Würfel im Postweg an. Das war gut gemeint. Doch hier fehlt die Laufkundschaft. Hierhin verirren sich kaum Leute. Meine Situation ist gefährdet. Ich weiß nicht wie es weitergehen soll“, ist Tüpke ratlos. In der Bad Dübener Altstadt suchte Tüpke jetzt eigenständig nach einer neuen Bleibe für sein Atelier. Doch die aufgerufenen Mieten kann sich der Maler noch nicht leisten. „Ich kann jetzt vielleicht 100 Euro bezahlen. Wenn das Geschäft dann besser läuft mehr. Aber ich muss ersteinmal anfangen. Die Mieten in den leerstehenden Geschäften sind zu hoch für mich“, so der Maler.

Am liebsten wär ihm wieder die Nähe zum Naturparkhaus

Jetzt will Tüpke erstmal alles ordnen und dann sehen, wie es weiter geht. Vorstellen könne er sich vieles. Am liebsten würde er gerne wieder in die Nähe des Naturparkhauses zurück. „Das war der ideale Platz für mich. Am Wochenende war hier viel los. Die Leute haben mir beim Malen über die Schulter geschaut und ich habe einige Bilder verkauft.“, erzählte er weiter. Mittlerweile reift in ihm auch die Idee eines Künstlerhauses in der Stadt. „Hier gibt es doch viele Künstler. Vielleicht könnte man sie alle zusammenbringen und in einem Objekt unterbringen. Ich fände diese Idee sehr gut. Mal sehen was die Stadt dazu sagt“, hegt Tüpke neue Hoffnungen für seine Zukunft.

Von Steffen Brost

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