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Janet Liebich ist neue Sozialarbeiterin für Flüchtlinge in Bad Düben

Stelle genehmigt Janet Liebich ist neue Sozialarbeiterin für Flüchtlinge in Bad Düben

Beim Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes Delitzsch/Eilenburg arbeitet eine neue Flüchtlingssozialarbeiterin. Janet Liebich ist 38 Jahre, wohnt in Bad Schmiedeberg und unterstützt den Kollegen Stefan Krippendorf

Bad Dübens neue Flüchtlingssozialarbeiterin Janet Liebich bespricht mit Anas Aljarad aus Syrien die nächsten Termine für den Sprachkurs.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Beim Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes Delitzsch/Eilenburg arbeitet eine neue Flüchtlingssozialarbeiterin. Janet Liebich ist 38 Jahre, wohnt in Bad Schmiedeberg und unterstützt den Kollegen Stefan Krippendorf.

Das Einsatzgebiet der jungen Frau umfasst Bad Düben, Laußig und Taucha. Dort ist sie für derzeit 293 Flüchtlinge zuständig. Die Situation war angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen nicht mehr tragbar. Stefan Krippendorf musste sich als Alleinkämpfer zuletzt um 535 Flüchtlinge in Taucha, Eilenburg, Laußig, Bad Düben sowie in den umliegenden Dörfern kümmern. „Der offizielle Betreuungsschlüssel liegt im Landkreis Nordsachsen eigentlich bei 1:150. Deswegen sind wir jetzt froh, auch wenn wir noch nicht nach dem Betreuungsschlüssel arbeiten, dass die Ausländerbehörde jetzt wenigstens eine weitere Stelle finanziert“, sagte Michael Marschall vom Jugendmigrationsdienst.

„Wir ebnen den Weg ins deutsche Leben“

Die Flüchtlingssozialarbeiterin ist für vieles verantwortlich. Ihr Job beginnt, wenn die Familien und Einzelreisenden ankommen. „Wir helfen bei der Einweisung und bei dem Bezug einer Wohnung, kümmern uns um organisatorische Dinge, begleiten sie bei Behördengängen, zum Arzt und bringen sie in Sprachkurse. Wir ebnen ihnen sozusagen den Weg ins deutsche Leben“, erzählt Liebich. Und dabei macht die 38-Jährige immer wieder neue und erstaunliche Feststellungen. Denn für viele sind manche Sachen in Deutschland neu und daran müssen sie sich erst gewöhnen. „Bestes Beispiel ist, dass es in manchen Ländern unüblich ist, dass Frauen eine Unterschrift leisten. Da gibt es ungläubiges Staunen, wenn dies hier dann plötzlich gefordert ist“, so Liebich weiter.

Die meisten Flüchtlinge, die aus einer Massenunterkunft in die Städte oder ländlichen Regionen kommen, haben große Erwartungen an das neue Leben in Frieden und Freiheit. Doch die Integration ist mitunter nicht immer einfach. „Sie müssen lernen, dass hier andere Gesetze gelten und vieles, was bei ihnen normal war, hier nicht gibt. Das müssen wir ihnen erklären“, so Liebich. Während es den Erwachsenen mitunter schwerer fällt, gehen die Kinder und Jugendlichen meist mit gutem Beispiel voran. Sie lernen die Sprache schneller, finden schnell Freunde und fühlen sich schnell aufgehoben.

Auch die Bad Dübener Vereine haben bereits die ersten Kinder und Jugendlichen in ihren Reihen aufgenommen. Mit Erfolg. Denn in der ersten Winterferienwoche steigt dann ein großer Sport-Kinderfasching mit den Flüchtlingen.

Sprechtag in Bad Düben: Dienstag von 9 bis 12 Uhr in der Begegnungsstätte Postweg, Telefon 0151 16350632, E-Mail: migration.bad-dueben@diakonie-delitzsch.de

Von Steffen Brost

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