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Jauchzet! Dübener Kurrende lässt Bach fließen

Weihnachtsoratorium im Heide-Spa-Konzertsaal Jauchzet! Dübener Kurrende lässt Bach fließen

Flotte Tempi in den Chören, ein leidenschaftlich spielendes Orchester, überzeugende Solisten: Das Dübener Weihnachtsoratorium mit der Kurrende unter Elisabeth Neumann war ein fast perfektes Konzert. Zum Schluss gabs Blumen – und ein Kompliment.

Nette Geste: Ex-Kantor Lothar Jak

Quelle: majer

Bad Düben. Jauchzet, frohlocket: Auf diese berühmten Textzeilen haben viele Kurrende-Freunde sehnsüchtig gewartet. Am Sonnabend war es endlich soweit: Bachs Weihnachtsoratorium in den Teilen I bis III. Das erste unter der neuen Kantorin Elisabeth Neumann – womit sich der Reigen den Premieren seit ihrem Dienstantritt im August schloss.

Mit Neumann neuer Stil in der Kurrende

Schon bei ihren ersten Konzerten wurde deutlich: Die 27-jährige Kirchenmusikerin aus Leipzig versucht behutsam einen neuen Stil in die Kurrende zu tragen. Im Weihnachtsoratorium, jenem epochalen Meisterwerk Bachs, geht das auf – zum größten Teil. So lässt Neumann die Eingangschöre von Kurrende und Orchester durchweg in flotten Tempi gestalten. Das funktioniert, hier fließt der Bach, ein Hörgenuss wie im Rausch! Das Kammerorchester musica juventa aus Halle folgt der forschen Ansage und verzichtet auf jegliche Ausflüge und Spielereien jenseits der Partitur. Bis auf eine kleine Eigenmächtigkeit im Blech im Eingangschor zu Teil III sind Chor und Orchester eine wunderbar harmonische Einheit.

Kleiner Wunsch: Mehr Atempausen in den Chorälen

Das einzige Manko: In den Chorälen wünscht man sich bisweilen eine großzügigere Atempause. Das Staunen über das Neugeborene in„Ach mein herzliebes Jesulein“ verträgt sicher noch mehr Anmut, das glanzvolle „Brich an, o schönes Morgenlicht“ insgesamt mehr Wärme. Und der Chor „Lasset uns nun gehen gen Bethlehem“ leidet in der sonst so schönen Artikulation, wenn das Gehen zum Sprint gerät.

Solisten mit viel Licht und wenig Schatten

Bei den Solisten ist viel Licht und wenig Schatten.Verena Küllmer im Sopran ist souverän, Altistin Susanne Scheinpflug besticht in ihren Arien. Ein glänzender Erzähler ist Oliver Kaden – der Tenor fesselt in seinen Rezitativen. Bassist Alexander Emanuel Schmidt wirkt dagegen ein wenig uninspiriert: Die Arie „Großer Herr, o starker König“ hat man schon mit mehr Inbrunst gehört.

Ex-Kantor Jakob vergibt das schönste Kompliment

Zum Schluss gibts Blumen für die Solisten. Und einen besonders schönen Strauß für die strahlende Kantorin. Mit viel Applaus und vereinzelten Bravo-Rufe aus dem Publikum wird die neue Kurrende-Chefin für ihr gelungenes „WO“ gefeiert. Zurecht, findet auch Alt-Kantor Lothar Jakob. Der Gründer der Dübener Kurrende eilt im Schlussapplaus zu seiner Nachfolgerin am Dirigentenpult, umarmt sie und sagt zu ihr: „Gut gemacht!“ Das schönste Kompliment des Abends.

Fazit des Dübener Weihnachtsoratoriums unter Elisabeth Neumann: Jauchzet, ja, und wie! Und fürs Frohlocket fehlt nicht viel.

Von Olaf Majer

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