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Kaffeekränzchen mit dem Gemeindeoberhaupt

Kaffeekränzchen mit dem Gemeindeoberhaupt

Der Eierlikör gehört beim wöchentlichen Treffen der Senioren im Bürger-Service-Zentrum Kossa genauso dazu wie die Tasse Kaffee und das Stück Kuchen. Diese Woche ist mit Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) auf das neue Jahr angestoßen worden.

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Gespannt hören die Senioren im Kossaer Bürger-Service-Zentrum den Ausführungen von Bürgermeister Lothar Schneider zu.

Quelle: Steffen Brost

Kossa. Erika Penndorf und Andrea Göpel kümmern sich seit vielen Jahren um das Wohl der Rentner im Dorf. Den Seniorentreff gibt es seit der Wende. Im Durchschnitt kommen jeden Mittwoch etwa 15 Leute. "Meistens sind das Frauen. Männer tauchen eher sporadisch auf", erzählt Erika Penndorf.

Gemeinsam mit Andrea Göpel hat die Rentnerin die Kaffeetafel schon lange vorm Eintreffen der ersten Frauen liebevoll dekoriert. Alles steht bereit. Der Kuchen ist aufgeschnitten und der Kaffee gekocht. Und dann ist da noch der Eierlikör. Es ist schon fast ein Ritual, wenn sich die Damen zum Kaffee mit einem kleinen Gläschen Eierlikör zuprosten.

Erika Penndorf und Andrea Göpel engagieren sich ehrenamtlich, wollen den Senioren ein bisschen Freude bereiten. "Das ist wichtig im Alter. Die Menschen sollen raus aus ihrer Wohnung und andere treffen. In Kossa lieben unsere Frauen den Plausch. Aber wir bieten auch verschiedene Veranstaltungen wie Vorträge über Gesundheit oder andere Dinge an. Regelmäßig machen wir Halbtagesausflüge", so Göpel.

Zum Jahresbeginn schaut meist auch der Bürgermeister bei den Rentnerinnen vorbei. So auch in dieser Woche. "Ich komme zwar nicht immer pünktlich, aber diesen Termin versuche ich immer wahrzunehmen", entschuldigt sich Schneider, der wenig später eintrifft.

Fast keinen Termin verpasst Hildegard Kaiser. Von allen wird sie nur kurz Hildchen gerufen. Stolze 90 Jahre ist die gebürtige Kossaerin alt. "Ich bin noch gut unterwegs. Nur ich höre ein bisschen schwer. Aber ansonsten ist noch alles so halbwegs in Ordnung", erzählt die Seniorin, die zu den lustigen in der Runde zählt und oft zu Scherzen aufgelegt ist.

Nach Kaffee und Kuchen informiert schließlich das Gemeindeoberhaupt über das lokale Geschehen in seinem Revier. So erfahren die Rentner, dass die Gemeinde derzeitig an einer Lösung für den erhöhten Grundwasseranstieg arbeitet. "Hochwasser in Kossa ist auf jeden Fall ein Thema. Das Klima zeigt zunehmend Veränderungen. Wir müssen uns in Zukunft auch auf starken Platzregen mit acht bis zehn Eimern Wasser auf den Quadratmeter einstellen. Auch das ablaufende Wasser von den Feldern ins Dorf wird ein immer größeres Problem, das wir in naher Zukunft lösen müssen", so Schneider.

Außerdem informiert er über ein bevorstehendes Treffen im Februar, wo er sich mit Pächtern, Landwirten und Eigentümern verständigen will, wie der Abwassergraben unterhalb Kossas vernünftig gestaltet werden kann. "Wir sind in der Planungsphase und prüfen derzeit verschiedene Varianten", so der Bürgermeister.

In naher Zukunft sollen die Senioren auch vom neu anzuschaffenden Kleinbus für die Feuerwehr profitieren. Da der Einsatzwagen dann nicht nur in der Garage auf Einsätze warten soll, ist auch die Schaffung einer Bundesfreiwilligendienststelle geplant. Der Bufdi soll dann das Fahrzeug gelegentlich bedienen, um Rentner zum Seniorentreff und Kinder zum Vereinssport zu fahren. "Der Transporter ist zwar in erster Linie für den Einsatzfall da. Aber so oft rücken unsere Kameraden nicht aus. Deswegen sollen auch andere aus unserer Gemeinde dieses Fahrzeug nutzen", so Schneider.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.01.2014
Steffen Brost

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