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Bad Düben Kaputter Radweg wird der Natur überlassen
Region Bad Düben Kaputter Radweg wird der Natur überlassen
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00:36 17.07.2015
Vorsicht, Steilufer! Der asphaltierte Radweg zwischen Bad Düben und Pouch ist kurz hinterm alten Schiffmühlen-Standort kaputt. Radfahrer müssen auf das Feld ausweichen. Quelle: Nico Fliegner
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Bad Düben

Und einmal rechterseits, vorbei an der alten Kaserne im Stadtteil Alaunwerk, dem ehemaligen Schiffmühlen-Standort und weiter bis an den Stausee in Pouch.

Doch gerade letztere Verbindung ist seit zwei Jahren in einem desolaten Zustand. Denn das Hochwasser seinerzeit hatte dem Weg arg zugesetzt. Das Wasser spülte Felder aus, hinterließ Krater. Das Steilufer der Mulde wurde abgebrochen, der asphaltierte Radweg zerstört. Bis heute sind die Schäden nicht beseitigt - und werden es wohl auch nicht. Das teilte jetzt die zuständige Gemeinde Muldestausee auf Anfrage mit. Einerseits müsste Grunderwerb getätigt werden, sagt Dietmar Korb vom zuständigen Bau- und Ordnungsamt. Andererseits führe parallel dazu ein ausgebauter landwirtschaftlicher Weg von Schwerz nach Brösa. "Der Muldetal-Radwanderweg ist im Prinzip kein künstlich angelegter Weg", so Korb. Er verlaufe auf wenig befahrenen öffentlichen Straßen und zum Teil auf Wanderwegen. "Wer immer nah am Muldelauf sein möchte, dem ist auch zumutbar, dass er den vorhandenen 'Sommerweg' nutzt."

Rad-Touristen, die von Bad Düben aus an die Goitzsche fahren wollen, werden von der Bad Dübener Touristinformation im Naturparkhaus trotzdem auf die kaputte Strecke geschickt, zumal die Route in Kartenmaterial verzeichnet ist. "Das ist ein durchaus beliebter Weg, weil er landschaftlich sehr reizvoll ist", sagt Torsten Gaber, Leiter des Naturparhauses. "Aber wir sagen den Leuten im Vorfeld auch ehrlich, dass der Weg in keinem guten Zustand ist. Gerade im Tourismus ist es wichtig, mit offenen Karten zu spielen, sonst verprellt man die Leute für immer", so Gaber weiter. Er hält es "aber trotzdem für bedenklich, wenn an dem Weg nichts gemacht werden soll".

Die Gemeinde Muldestausee sieht jedenfalls keinen Handlungsbedarf, zumal eine Sanierung ohnehin problematisch wäre. Da das Steilufer der Mulde ständig in Bewegung sei, hätte ein neuer Asphaltweg im Landschaftsschutzgebiet keine lange Bestandszeit. Zudem soll die Struktur der Auenlandschaft und die natürliche Flussdynamik erhalten bleiben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.07.2015
Von Nico Fliegner

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