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Bad Düben Katja Schröder - der Kummerkasten für Dübener Schüler
Region Bad Düben Katja Schröder - der Kummerkasten für Dübener Schüler
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13:49 19.05.2015
Schulsozialarbeiterin Katja Schröder. Quelle: Steffen Brost

Jetzt zieht sie ein erstes Fazit: "Es waren schöne sechs Monate mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen. Ich habe die Klassen mit ihren Schülern und Lehrern kennengelernt und bin mit ihnen ins Gespräch gekommen. Und gemeinsam konnten wir schon für einige Schüler Probleme beheben", erzählt Katja Schröder.

Als Schulsozialarbeiterin unterstützt sie die jungen Leute in schwierigen Lebenssituationen, bei Problemen mit der Schule, dem Lernen, mit Lehrern, Eltern, Klassenkameraden oder mit sich selbst. Zu ihrer Arbeit gehört nicht nur das Lösen von Prüfungs- und Versagenängsten, sondern hauptsächlich die Prävention. Deswegen arbeitet sie zweigleisig und bietet neben Einzelfallhilfe auch Gruppenarbeit an.

Einmal im Monat ist die gebürtige Chemnitzerin in jeder Klasse. Im zweiten Halbjahr soll das jede Woche sein. "Ich habe mit den fünften Klassen das soziale Lernen angeschoben. Konkret heißt das, dass das ganze Klassenkollektiv als Team arbeitet, gemeinsam verschiedene Aufgaben bewältigt und Konflikte in der Gruppe löst." Doch auch Schüler mit persönlichen Problemen klopfen immer wieder an ihre Tür. "Die Sorgen sind vielschichtig. Das reicht von banalen Streitigkeiten und Eifersüchteleien bis hin zu Problemen im Elternhaus. In den Klassenstufen fünf bis sieben ist das oft eine Art Streitschlichterfunktion, die ich ausübe. Darüber hinaus können die Probleme der Älteren schon mal tiefgründiger sein", so die junge Frau.

Eine neues Projekt ist die Elternbedenkzeit, bei dem vergangene Woche Acht- und Neuntklässler mit einem Babysimulator testeten, ob sie schon in der Lage sind, mit einem Kleinkind richtig umzugehen (wir berichteten). "Es gibt noch ganz viele Dinge, die anstehen. Ich musste mir erstmal das Vertrauen der Schüler erarbeiten. Eigentlich beginnt mein Job erst jetzt." Für die Zukunft sind weitere Projekte an der Oberschule geplant, darunter der Aufbau eines Schulsanitätsdienstes.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.02.2015
Steffen Brost

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