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Bad Düben Kellerbrand in Hohenprießnitz - Feuerwehr muss zwölf Bewohner über Drehleiter retten
Region Bad Düben Kellerbrand in Hohenprießnitz - Feuerwehr muss zwölf Bewohner über Drehleiter retten
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09:23 21.11.2014
Mit einer Drehleiter musste die Feuerwehr das Haus evakuieren und die Menschen aus dem verrauchten Gebäude retten. Quelle: Steffen Brost

Aus zwei Eingängen eines viergeschossigen Wohnhauses drang dichter Qualm. Menschen schauten aus den Fenstern und hielten sich feuchte Tücher vor Nase und Mund, um den Rauch nicht einzuatmen.

Innerhalb weniger Minuten trafen die ersten Feuerwehren aus dem umliegenden Ortschaften ein. Darunter auch die Drehleiter aus Bad Düben, die sofort mit der Menschenrettung aus den Wohnungen begann. Während auf der einen Hälfte des Wohnhauses die Anwohner der oberen Etagen mit der Drehleiter aus ihren Wohnungen geholt wurden, kamen am anderen Ende des Gebäudes Steckleitern zum Einsatz, über die weitere Menschen aus ihren Wohnungen geholt wurden. Außerdem kamen sogenannte Rettungsmasken zum Einsatz, mit der ein älteres Ehepaar über das Treppenhaus ins Freie geholt wurde.

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"Wir haben insgesamt zwölf Bewohner mit diesen Hilfsmitteln evakuiert", sagte Matthias Eichler von der Bad Dübener Feuerwehr. Insgesamt wurden 21 Menschen in Sicherheit gebracht. 13 wurden zur Nachsorge in ein Krankenhaus gebracht. Inzwischen waren auch zahlreiche Rettungsanitäter sowie der Notarzt an Ort und Stelle. Die meisten der evakuierten Bewohner wurden durch das medizinische Personal sofort in Empfang genommen, da nicht ausgeschlossen werden konnte, ob sich jemand eine Rauchvergiftung zugezogen hat. Parallel zur Menschrettung kümmerten sich Kameraden der Feuerwehren aus Krippehna, Hohenprießnitz, Naundorf, Zschepplin und Bad Düben um die Ursache der Rauchbildung.

Laut Polizei hatte sich aus bisher unbekannten Gründen im Kellerbereich eine Haufen Sperrmüll entzündet. Die Brandursachenermittler haben bereits am Vormittag ihre Arbeit aufgenommen, um zu ermitteln ob es auch Brandstiftung gewesen sein könnte. Den ganzen Freitag wurden die Wohnungen und Treppenhäuser mit Riesengebläsen der Feuerwehr belüftet. Die Geretteten wurden zunächst in der Turnhalle der benachbarten Grudnschule untergebracht. Im Laufe des Tages konnten sie in ihre Wohnungen zurückkehren. Über die Höhe des Sachschaden konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Steffen Brost

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