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Bad Düben Kirchen-Sanierungen in Gruna, Görschlitz und Authausen: Flutmittel kommen, Ile-Förderung stockt
Region Bad Düben Kirchen-Sanierungen in Gruna, Görschlitz und Authausen: Flutmittel kommen, Ile-Förderung stockt
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14:28 19.05.2015

Hier sanken die Chancen auf erhoffte Ile-Mittel in den vergangenen Wochen erheblich. In Pressel und Kossa sind dagegen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Laußig Arbeiten an den Friedhofsmauern geplant.

Warten heißt derzeit das Motto bei der Grunaer Kirche. Zum einen darauf, dass an der Grunaer Kirche, die nach 2002 im Juni 2013 erneut von der Mulde unter Wasser gesetzt wurde, die Wände trocknen, zum anderen auf eine Entscheidung, die nicht in Gottes Hand, sondern beim Bund liegt. Pfarrerin Edelgard Richter vom zuständigen Pfarramt Sprotta gegenüber der LVZ: "2014 ist in Sachen Sanierung noch nicht wirklich viel passiert. Wir wollen 2015 so richtig in Gang kommen." Wie richtig, das hängt allerdings in erster Linie davon ab, inwieweit ein noch im Dezember 2014 gemeldeter Spätschaden Berücksichtigung findet. "Die Flut hat an unserer Kirche für Setzungserscheinungen gesorgt, die sich allerdings erst Monate danach gezeigt haben", so die Pfarrerin. Doch wie andernorts, wird auch in Gruna frühestens im Sommer feststehen, wie und ob der Bund in anderen Bundesländern nicht benötigte Hochwassergelder umverteilt und was davon eventuell die Kirche in Gruna bekommt. Doch auch bis dahin wird sich etwas tun an der Kirche, für die immerhin bisher schon 177 000 Euro Hochwassermittel bewilligt sind. So bald es das Frühlingswetter zulässt, soll zunächst der Fußboden komplett raus. Außerdem möchte die Pfarrerin bis März mehr Klarheit haben, wie die Sanierung angepackt wird.

Ganz anders stellt sich die Situation in den Kirchen Görschlitz und Authausen dar. Dank 70-prozentiger Ile-Förderung konnten im vergangenen Jahr in Görschlitz Kirchturm und Dach für 140 000 Euro saniert werden. Am 19. Dezember folgte hier die neue Bekrönung. Bereits am 6. Dezember gab es diese bereits in Authausen. "Allerdings", so Andreas Ohle, Pfarrer des Kirchspiels Authausen, "reichte das auch bei der Ile-Förderung notwendige Eigenkapital in Authausen nur für 32 000 Euro Sanierungsgelder." Diese flossen in die allerwichtigsten Arbeiten an Dach und Turmgauben, die in diesen Tagen übrigens noch abgeschlossen werden.

2015, so hatte es sich nicht nur der Pfarrer gewünscht, sollten die Arbeiten im Inneren der beiden Kirchen fortgeführt werden. Sie würden nicht nur frische Farbe gebrauchen können, auch die beiden Orgeln benötigen eine Überholungskur. Zudem müsste der Holzwurm, der sich durch den Görschlitzer Altar frisst, in Schach gehalten werden. Auch die Mauer um die Görschlitzer Kirche sei ein Thema. "Doch hier", so der Pfarrer, "müsse man der Realität ins Auge sehen." Es gelte nun die nächsten zwei, drei Jahre Eigenkapital anzusammeln, um eventuell später auftuende Fördermöglichkeiten nutzen zu können.

In der Kirche Pressel, wo 2014 die Orgel überholt und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Laußig die Friedhofsmauer im Eingangsbereich saniert wurde, soll 2015 nun ein weiteres Stück in Angriff genommen werden. Ähnliches gilt auch für Kossa. Hier wurde 2014 die Friedhofsmauer abgerissen, die in diesem Jahr nun mit der Gemeinde wieder aufgebaut werden soll.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.02.2015

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