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Bad Düben Kirchenforst in Bad Düben: Auf das große Aufräumen folgt der Wegebau
Region Bad Düben Kirchenforst in Bad Düben: Auf das große Aufräumen folgt der Wegebau
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00:32 24.03.2018
Die Spezialmaschinen Harvester und Forwarder haben in den Wäldern wie hier im Bad Dübener Kirchenforst noch eine Weile zu tun. Bisher wurde die Hälfte der rund 6000 Festmeter Holz aus dem Wald geholt. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Die Aufräumarbeiten nach dem Sturmtief „Friederike“ laufen im Bad Dübener Kirchenforst nach Plan. In den Wäldern nördlich der Stadt hatte der Sturm ganze Arbeit geleistet. Rund 6000 Festmeter waren allein im Kirchenforst umgefallen oder so stark beschädigt worden, dass diese Bäume nachträglich gefällt werden mussten.

Spezialtechnik im Einsatz

Auch der Bad Dübener Waldfriedhof ist dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Hier wurden Zaun, Friedhofskapelle und zahlreiche Gräber beschädigt. Doch Revierförster Andreas Schirmer zeigt sich zuversichtlich. „Wir haben aktuell etwas mehr als die Hälfte der rund 6000 Festmeter Holz rausgeräumt. Das funktionierte ziemlich reibungslos. Dabei kamen unsere Spezialmaschinen Forwarder und Harvester zum Einsatz, die teilweise auch an den Wochenenden gearbeitet haben. Ich rechne noch bis Mai, dann sollten wir grob fertig sein“, schätzt Schirmer ein.

Die Zeit drängt, denn dann soll der Wegebau nahe des Gesundbrunnens unverzüglich beginnen. Hier sollen Zufahrtswege für die schweren Laster, die alljährlich das Holz aus dem Wald holen, angelegt werden. Konkret ist eine zwei Kilometer lange Verbindung zwischen Reinharzer Weg und ehemaliger Nerzfarm geplant. Der vorhandene Weg soll so instandgesetzt werden, dass zukünftig schweres Gerät wie Spezialmaschinen und Lkw die Wege befahren können, ohne größere Schäden zu hinterlassen. Die Maßnahme schlägt mit rund 80 000 Euro zu Buche und soll über 75 Prozent Förderung sowie 25 Prozent Eigenmitteln finanziert werden. „Unser Ziel ist es, mit der Baumaßnahme die verschiedenen Hauptmagistralen im Wald in Ordnung zu bringen. Dadurch kommen wir besser mit den Maschinen in das Waldgebiet“, so Schirmer weiter.

Beisetzungen wieder möglich

Auf dem Waldfriedhof sind dagegen die gefallenen Bäume beräumt worden. Nachdem die Ruhestätte bis Mitte März gesperrt war, sind jetzt auch wieder Beerdigungen und Beisetzungen möglich. Friedhofsverwalter Norbert Krüger lässt in diesen Tagen den Zaun reparieren und danach ist die Friedhofskapelle dran, die durch einen Baum beschädigt wurde. Insgesamt richtete das Sturmtief rund 30 000 Euro Schaden auf dem Waldfriedhof an.

„Die Reparaturarbeiten sind angelaufen. Je nach Wetterlage hoffen wir, dass bis Mai alles fertig ist und es wieder schön aussieht. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den vielen Spendern aus B d Düben und Umgebung bedanken, die uns in den vergangenen Wochen unterstützt haben“, freut sich Krüger.

Gut drei Monate nach dem Sturm „Friederike“ dürfen seit vorigen Samstag auch die Wälder im sächsischen Teil des Naturparks Dübener Heide wieder betreten werden. Der Landkreis Nordsachsen hat eine Allgemeinverfügung zur Sperrung aufgehoben.

Von Steffen Brost

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